Zwei Polizistinnen kontrollieren am nördlichen Mainufer die Einhaltung des Kontaktverbotes, das wegen der Corona-Pandemie immer noch besteht. FOTO: DPA
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Zwei Polizistinnen kontrollieren am nördlichen Mainufer die Einhaltung des Kontaktverbotes, das wegen der Corona-Pandemie immer noch besteht. FOTO: DPA

Disziplinierte Hessen

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Feiertag und Sonne - da war es schon verlockend, nach draußen zu gehen. Doch die Hessen zeigen sich diszipliniert. Am Flughafen informiert die Bundespolizei Rückkehrer aus dem Ausland über die neue Quarantäne-Pflicht.

Das Wetter lockt nach draußen, doch die Hessen halten sich an die Kontaktregeln. Derweil steigt die Zahl der Infizierten weiter und am Frankfurter Flughafen informiert die Bundespolizei Rückkehrer aus dem Ausland über die neue Quarantänepflicht. Die wichtigen Themen vom Karfreitag und vom Gründonnerstag im Überblick:

Disziplin:Die Hessen haben sich am Karfreitag an die Corona-Kontaktregeln gehalten. Das berichteten die Polizeipräsidien im Land. "Da stehen mal ein paar Jugendliche zusammen, aber die gehen dann auch auseinander", sagte eine Polizeisprecherin aus Frankfurt. Selbst von den beliebten Mainufern seien keine Einsätze gemeldet worden. Ein ähnliches Bild bot sich in Fulda und Gießen.

Infektionen:Die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus steigt in Hessen weiter an. Mittlerweile haben sich 5677 Menschen nachweislich mit dem Erreger SARS-CoV-2 angesteckt, wie das Sozialministerium am Freitag mitteilte (Stand: 14.30 Uhr). Das sind 239 mehr als am Vortag. Die Zahl der mit dem Coronavirus in Verbindung gebrachten Todesfälle stieg im gleichen Zeitraum um neun auf 112.

Quarantäne:Die Bundespolizei am Frankfurter Flughafen ist seit dem Freitagmorgen im Einsatz, um Rückreisende über die neue Quarantänepflicht zu informieren. "Als Amtshilfe für das Gesundheitsamt händigen wir seit null Uhr allen einreisenden Passagieren ein Infoblatt aus", sagte der Sprecher der Flughafen-Bundespolizei. "Darauf steht, dass sie sich direkt in häusliche Quarantäne begeben und bei ihrem örtlichen Gesundheitsamt melden müssen."

Verstöße:Seit Einführung eines hessenweit einheitlichen Bußgeldkatalogs am 3. April hat die Polizei rund 1000 Verstöße gegen die Corona-Kontaktregeln registriert. Wie das Innenministerium mitteilte, fielen den Beamten 919 Personengruppen auf, die sich nicht an das Kontaktverbot hielten. Im gleichen Zeitraum wurden 79 Verstöße gegen die Schließungen von zum Beispiel Restaurants, Bars, Sport- oder Freizeiteinrichtungen festgestellt.

Kurzarbeit:Der Ansturm auf das Kurzarbeitergeld ist bei den hessischen Arbeitsagenturen ungebrochen. Innerhalb einer Woche ist die Zahl der Anträge noch einmal um rund 20 000 auf nun 52 000 Betriebe gewachsen, wie die Regionaldirektion der Arbeitsagentur berichtete.

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