Dieter Schmidt an der Spitze der Lahnauer Heimatkundler

Lahnau (mo). Die Heimatkundliche Arbeitsgemeinschaft Lahnau hat mit Dieter Schmidt, dem bisherigen zweiten Vorsitzenden, einen neuen ersten Vorsitzenden. Schmidt löst Dr. David Rauber ab, der das Amt des ersten Vorsitzenden drei Jahre innehatte und aus persönlichen und beruflichen Gründen auf eine erneute Kandidatur verzichtet.

Schmidt überreichte Dr. Rauber als Dank für seine Arbeit die Broschüre "Links vom Polarstern", geschrieben von Wladimir Eisner, einem Mitarbeiter des Museums. Die offizielle Vorstellung der Broschüre erfolgt am 2. März im Museum. Dieter Schmidt, der neue erste Mann, ist 59 Jahre alt, als Forstbeamter im Forstamt Herborn tätig, gehört zum Gemeindevorstand und bekleidet weitere Ehrenämter, zu denen nun ein arbeitsreiches weiteres Ehrenamt dazu kommt. Vater Erwin Schmidt, der bis Samstag noch Geschäftsführer der Heimatlichen Arbeitsgemeinschaft war, bleibt weiter Museumsleiter und wird seinen Sohn in der Arbeit für den Verein unterstützen.

Peter Schepp, als Spartenleiter für Exkursionen im Verein tätig, wurde als zweiter Vorsitzender gewählt und übernimmt dazu den Posten des Geschäftsführers. 1. Kassenwart Ralf Stahl wurde wiedergewählt. Martin Moosberger als Spartenleiter für Archiv und Familienstammbäume zuständig, übernimmt das zuletzt nicht besetzt Amt des Schriftführers.

Als Spartenleiter fungieren weiter: Martin Moosberger (Archiv und Familienstammbäume), Margret Janz (Basteln), Ralf Stahl (Bergbau und Kulturdenkmäler), Peter Schepp (Exkursionen), Hartmut Krämer (Foto/Film/Dokumentation), Erwin und Dieter Schmidt (Heimatmuseum), Berthold Burzel (Mitgliederbetreuung), Mariechen Gottwald (Mundart), Hermann Bloh (Schule), Irmgard Jung und Lieselotte Bloh ( Volkslieder). Für die Medienauswertung ist Helga Sworowski zuständig. Helmut Schmidt war Versammlungsleiter. Kassierer Ralf Stahl legte den Kassenbericht vor.

Erwin Schmidt berichtete aus dem umfangreichen Geschehen des Jahres 2007. Höhepunkte waren die Übergabe der Remise seitlich des Museumshofes, die Vorstellung des Museumshauptgebäudes nach siebenjähriger Umbauphase und die Übergabe des Reiterstandbildes im Museumshof. Es folgten Berichte der Spartenleiter. Erwin Schmidt beklagte die schlechte finanzielle Situation für die Museumsarbeit. Durch eine Anordnung der Gemeinde, getroffen aus Rücksichtnahme gegen eine Nachbarin, war das Bewirten von Gästen im Museumshof nicht mehr möglich. Das Verbot der Gemeinde wirkt sich laut Schmidt auch auf die früher sehr viel zahlreicher anreisenden Gruppen aus und sollte wieder rückgängig gemacht werden, so der Museumsleiter.

Zwei Anträge wurden vom Vorstand gestellt, diskutiert und zustimmend beschieden.

Es geht darum, dass sich 2009 zum 2000. Mal die Schlacht im Teutoburger Wald jährt. Die Heimatkundliche Arbeitsgemeinschaft möchte eine Gedenk- und Festveranstaltung zur Varus-Schlacht durchführen. Die Gemeinde wird in dem Antrag dringend gebeten, notwendige Mittel in den Haushalt 2009 einzusetzen, schließlich sei die bei Waldgirmes ergrabene Stadt die älteste zivile Stadt Germaniens. Stimmen die Gemeindegremien dem Antrag zu, wird die Heimatkundliche Arbeitsgemeinschaft unverzüglich einen Planungs- und Festausschuss bilden.

Beim zweiten Antrag soll der Gemeindevorstand aufgefordert werden, eine Rückführung aller bisher bei den Ausgrabungen im Römerforum Waldgirmes sichergestellten Fundstücke in die tatsächliche Verfügungsgewalt der Gemeinde oder der von ihr zu deren Betreuung eingesetzten Institution zu veranlassen. Die dem "Förderverein römisches Forum" gegebene schriftliche Zusicherung über den Verbleib eines Querschnitts der Funde in Waldgirmes wurde bisher vom Landesamt für Denkmalpflege des Landes Hessen nicht erfüllt. Es müsse endlich eine Entscheidung pro Waldgirmes getroffen werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare