Deutliche Einbrüche

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Wiesbaden- Die hessische Industrie hat wegen der Corona-Krise im Mai deutliche Einbrüche bei Umsätzen und Auftragseingängen verbuchen müssen.

Die Erlöse sanken im Vergleich zum Vorjahresmonat um mehr als 26 Prozent auf knapp 7,2 Milliarden Euro, wie das Statistische Landesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. Die stärksten Einbußen seien bei der Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen verzeichnet worden.

Die preisbereinigten Auftragseingänge sackten nach Angaben der Statistiker sogar um über 30 Prozent ab. Dabei sei das Minus bei der Inlandsnachfrage stärker ausgefallen als bei den Bestellungen aus dem Ausland. Die Zahl der Beschäftigten in den Betrieben der hessischen Industrie ging den Angaben zufolge im Mai im Jahresvergleich um 2,8 Prozent auf knapp 361 000 Mitarbeiter zurück.

Ein neuer Todesfall

Die Zahl der nachweislich mit dem Coronavirus infizierten Menschen ist in Hessen um 21 gestiegen. Damit sind nach Angaben des Sozialministeriums vom Dienstag (Stand 14 Uhr) insgesamt 11 430 Fälle registriert. Die Zahl der mit der Erkrankung Covid-19 in Verbindung gebrachten Todesfälle stieg um einen auf 515. Zuvor hatte das Ministerium zuletzt am 9. Juli einen Anstieg der Todesfälle gemeldet.

Vom Schwellenwert für eine Verschärfung der Beschränkungen des öffentlichen Lebens sind alle Städte und Kreise im Land weiterhin weit entfernt. Dieser liegt bei 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen.

Den höchsten Wert in Hessen hat in dieser Betrachtung derzeit die Stadt Offenbach mit neun. In der Statistik des Ministeriums werden nur Angaben erfasst, die von den Kommunen bis zu einem bestimmten Zeitpunkt in eine elektronische Datenbank eingepflegt wurden. dpa

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