IT-Sicherheit

Cyber-Attacken

Mindestens Tausend Angriffe von Hackern gibt es monatlich auf kommunale Verwaltungen. Eine Initiative des Landes soll Computersysteme der Kommunen künftig besser schützen.

Wiesbaden (dpa/lhe). Das Interesse hessischer Kommunen an mehr Cyber-Sicherheit ist nach Einschätzung des Innenministeriums groß. Inzwischen seien rund 150 Städte und Gemeinden einer Initiative des Landes beigetreten, mit deren Hilfe Computersysteme besser gegen Hacker-Angriffe und Datendiebe geschützt werden sollen. "Der Beratungs- und Abstimmungsbedarf in diesem Themenfeld ist gleichbleibend hoch", erklärte das Ministerium auf Anfrage.

Seit Start der Initiative vor einem Jahr wurden alle Kommunen in Hessen bis zu einer Einwohnerzahl von 30 000 – das sind rund 400 – darüber informiert, wie sie ihr IT-Sicherheitsmanagement verbessern können. Das Projekt ist mit 2,5 Millionen Euro ausgestattet und auf drei Jahre ausgelegt. "Aufgrund des Erfolgs dieses Programms und der Nachfrage auch größerer Kommunen wird derzeit im Innenministerium geprüft, ob das Programm auch auf größere Städte und Landkreise ausgedehnt werden sollte", erklärte ein Sprecher.

Die Kommunen erhalten zunächst eine kostenfreie Beratung für eine Analyse ihrer Computersysteme. Anschließend unterbreiten Fachleute einen Vorschlag, was für mehr Datensicherheit getan werden sollte.

Die genaue Zahl von Cyber-Attacken gegen kommunale Verwaltungen wird laut Innenministerium noch nicht erfasst. Allerdings wehre allein das Rechenzentrum ekom21 monatlich mehrere Tausend Angriffe ab, wie der Sprecher mitteilte. Das Unternehmen arbeitet als Dienstleister für Kommunalverwaltungen.

"Wir wollen Datendieben auf allen Ebenen das Leben so schwer wie möglich machen", erklärte Innenminister Peter Beuth (CDU). Den Verantwortlichen auf kommunaler Ebene sei bewusst, wie wichtig eine effektive IT-Sicherheit ist. Hessen könne sich zudem auf die Arbeit des Kommunalen Dienstleistungszentrum Cyber-Sicherheit stützen. Diese Einrichtung sei bundesweit einzigartig.

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