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Die ESA in Darmstadt verfolgt die Sonde »Solar Orbiter« durchs All. GRAFIK: ATG MEDIALB/ESA/DPA

Corona, Urzeit-Fliege und extremes Wetter

Frankfurt - Das Forschungsjahr 2021 hat der Wissenschaft in Hessen vielfältige neue Erkenntnisse beschert. Die einen Forschenden nahmen das Coronavirus fest in den Blick, andere stießen auf bislang unbekannte Tierarten und manche durften sich mit wichtigen Auszeichnungen schmücken. Ein Überblick:

Gefragte Virologen: Zu den bekannten Erklärerinnen der Corona-Pandemie gehört die Frankfurter Virologin Sandra Ciesek. Regelmäßig beantwortet sie, im Wechsel mit ihrem Berliner Kollegen Christian Drosten, im NDR-Podcast »Das Coronavirus-Update« Fragen rund um die Pandemie.

Immer wieder äußerten sich auch der Frankfurter Virologe Martin Stürmer sowie der Marburger Virologe Stephan Becker zur Pandemie-Lage.

Uraltes Insekt: Im UNESCO-Weltnaturerbe Grube Messel entdecken Forscher das Fossil einer bislang unbekannten Fliegenart. Im Bauch des elf Millimeter großen Insekts wiesen sie Blütenpollen nach. Damit sei der Nachweis erbracht worden, dass Fliegen bereits vor 47 Millionen Jahren bei der Bestäubung von Pflanzen eine wichtige Rolle gespielt haben könnten, so das Senckenberg Forschungsinstitut in Frankfurt.

Extremes Wetter: Der Klimawandel erhöht die Wahrscheinlichkeit extremer Regenfälle und damit von Hochwasserkatastrophen wie jene im Juli in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen. Zu diesem Ergebnis kommt ein internationales Team von Wissenschaftlern unter anderem des Deutschen Wetterdiensts in Offenbach.

Ferne Missionen: Experten der europäischen Raumfahrtorganisation ESA in Darmstadt behalten unter anderem Sonden im Blick, die auf Erkundungsmission im All sind. Dazu gehört »Solar Orbiter«. Die Sonde soll neue Erkenntnisse über die Sonne und das Magnetfeld liefern. Das Darmstädter ESA-Kontrollzentrum verfolgt auch »BepiColombo« auf dem Weg zum Merkur.

Melodische Mutmacher: Musik hilft Menschen, besser durch Krisen zu kommen. Das zeigt eine Studie des Frankfurter Max-Planck-Instituts für empirische Ästhetik mit Menschen aus sechs Ländern. »Mehr als die Hälfte der Befragten gab an, Musik zur Bewältigung emotionaler und sozialer Stressfaktoren zu verwenden«, so die Forscher in der Fachzeitschrift »Humanities and Social Sciences Communications«.

Ausgezeichnetes Wissen: Der Paul Ehrlich- und Ludwig Darmstaedter-Preis 2022 geht an die Menschen hinter dem Corona-Impfstoff von Biontech. Die renommierte Auszeichnung teilen sich die Biontech-Gründer, das Ärzte-Ehepaar Özlem Türeci und Ugur Sahin, und die Biochemikerin Katalin Karikó.

Den bedeutende Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis 2022 bekommen die Juristin Marietta Auer (Frankfurter Max-Planck-Institut für Rechtsgeschichte und Rechtstheorie und Uni Gießen), Stefanie Dehnen (Uni Marburg) und Gabriel Martínez-Pinedo (TU Darmstadt). dpa

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