Das dürfte nicht nur die Jüngsten freuen: Spielplätze in Hessen sollen heute wieder geöffnet werden. FOTO: DPA
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Das dürfte nicht nur die Jüngsten freuen: Spielplätze in Hessen sollen heute wieder geöffnet werden. FOTO: DPA

Corona-Regeln werden gelockert

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Friseure, Museen und Zoos dürfen Kunden und Besucher empfangen, Spielplätze sind wieder geöffnet - allerdings unter strikten Auflagen.

Nach der wochenlangen Zwangspause wegen der Corona-Krise werden Museen, Zoos, Spielplätze und Friseure wieder geöffnet. Während viele Friseursalons bereits auf Wochen ausgebucht sind, arbeiten die meisten Museen noch an ihren Hygiene-Konzepten. Am Wochenende registrierte die Polizei bei durchwachsenem Wetter kaum Verstöße gegen das Kontaktverbot in der Corona-Pandemie. "Es war sehr ruhig. Wir haben keine Auffälligkeiten festgestellt", hieß es etwa vom Polizeipräsidium Südhessen in Darmstadt. Ein Überblick über die Geschehnisse:

Finanzielle Folgen:Hessens Städte sehen wenig Spielräume für Einsparungen mit Blick auf die Folgen der Corona-Krise. Einige haben zwar begonnen, besonders auf die Ausgaben zu achten. Sie verweisen aber auch darauf, dass viel Geld in kommunale Pflichtaufgaben fließt, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab. Der Hessische Städte- und Gemeindebund (HSGB) empfiehlt unterdessen, die Bürger beim Sparen frühzeitig einzubinden: "Niemand kann etwas für die Situation, aber alle müssen ihren Beitrag leisten", sagte HSGB-Geschäftsführer Karl-Christian Schelzke.

Museen öffnen bald:Nach weiteren Lockerungen der Corona-Beschränkungen arbeiten Museen in Hessen auf ihre Öffnung hin - konkrete Termin dafür fehlen aber oft noch. "Wir bereiten uns seit Tagen mit Hochdruck auf eine Wiedereröffnung der Häuser vor, und werden uns am kommenden Montag zum konkreten Datum für das Städel Museum, für die Liebieghaus Skulpturensammlung und für die Schirn äußern", erklärte eine Sprecherin des Städel-Museums in Frankfurt am Samstag. Das Kloster Eberbach im Rheingau kann bereits ab diesem Montag seine Tore wieder öffnen. Auch die Spielplätze sollen ab diesem Montag wieder geöffnet sein.

Freizeitradeln boomt:Wegen der eingeschränkten Freizeitmöglichkeiten steigt die Bedeutung des Fahrradfahrens. Es sei klar zu beobachten, dass mehr Menschen aufs Fahrrad steigen, um sich körperlich zu betätigen, sagte der Geschäftsführer des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) in Hessen, Norbert Sanden. Viele Menschen nutzten nicht nur im Alltag zunehmend das Rad, um Ansteckungsrisiken in öffentlichen Verkehrsmitteln aus dem Weg zu gehen. Besonders im Freizeitbereich sei die Nutzung und Beliebtheit enorm gestiegen. Dies sei eine große Chance, noch mehr Menschen von dem umweltfreundlichen Verkehrsmittel zu überzeugen.

Kritik von der Drogenhilfe:Mitarbeiter der Frankfurter Drogenhilfe haben ihre Forderung erneuert, leerstehende Hotels in der Corona-Krise für wohnungslose Drogenabhängige zur Verfügung zu stellen. Bereits vor einem Monat hatten sie in einem Offenen Brief beklagt, in Drogenhilfe-Einrichtungen herrschten unhaltbare Zustände. "Mittlerweile haben wir FFP2-Masken für die Beschäftigten, wenn wir körpernah arbeiten müssen", sagte eine Sprecherin. Innerhalb weniger Tage nach Veröffentlichung des Briefes seien in der Einrichtung Schutzvorrichtungen aus Plexiglas angebracht worden.

Auch gebe es Mund-Nasen-Schutzmasken für die Beschäftigten und für Besucher bei normalen Kontakten. Die Hauptforderung nach Hotelplätzen für Drogenabhängige sei jedoch nicht erfüllt worden.

Infektionszahlen:Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen in Hessen ist auf 8514 gestiegen. Am Sonntagvormittag (Stand 10.30 Uhr) hatten sich 35 Menschen mehr als bis zum Vortag mit dem Erreger SARS-CoV-2 infiziert, wie das Sozialministerium mitteilte. Drei Menschen starben. Damit stieg in Hessen die Zahl der Todesfälle, die mit dem Coronavirus in Verbindung gebracht werden, auf 370 an. In der Corona-Statistik werden nur solche Fälle erfasst, die von den Kommunen bis zu einem bestimmten Zeitpunkt in einer elektronischen Datenbank erfasst werden.

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