News-Ticker: Corona in Kassel

Corona in Kassel: Überlebender aus Quarantäne entlassen

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Corona: Die Zahl der Corona-Infizierten in Kassel steigt. Ein Infizierter aus Wolfhagen konnte die Quarantäne gesund verlassen und berichtet über seine Erfahrungen

  • In Stadt und Landkreis Kassel sind aktuell 152 Coronavirus-Fälle offiziell bestätigt (Stand: 28.03.2020, 10.30 Uhr).
  • Die Pandemie wirkt sich auf jede Branche unterschiedlich aus.
  • Alle weiteren Infos zum Coronavirus in Kassel finden Sie in unserem bisherigen Ticker.

Update vom Sonntag, 29.03.2020, 10.07 Uhr: Aus dem Kreis Kassel kommen auch gute Nachrichten in der Corona-Krise: Ein Mann aus Wolfhagen hat die Corona-Infektion überlebt und erzählt über seinen Leidensweg. Quarantäne wird offenbar schnell langweilig

Coronavirus in der Region Kassel: Neue Corona-Fälle hinzugekommen

Update vom Samstag, 28.03.2020, 16.23 Uhr: In Stadt und Landkreis  Kassel sind erneut Corona-Fälle hinzugekommen. Wie die Stadt in ihrer täglichen Übersicht mitteilte, gibt es nun 152 Menschen, die am Coronavirus erkrankt sind. Das sind 11 Personen mehr als gestern.

Von den Infizierten werden 13 derzeit in Krankenhäusern behandelt, vier davon auf Intensivstationen. Alle anderen sind ebenso wie die Kontaktpersonen in häuslicher Isolation. Schon 19 Personen sind genesen: Elf kommen aus der Stadt, acht aus dem Landkreis Kassel. 

In ganz Hessen stieg die Anzahl an Neuinfektionen mit dem Coronavirus laut Ministerium für Soziales und Integration auf 2776 Menschen. Das sind 384 mehr als am Samstag (27.03.2020). Auch die Anzahl an Todesfällen ist um drei auf insgesamt zehn angestiegen.

Corona-Alarm im IC Richtung Kassel - Zug stoppt in Wilhelmshöhe

Update vom Samstag, 28.03.2020, 14.02 Uhr: In einem IC gab es am Dienstag (24.03.2020) zwischen Frankfurt und Kassel-Wilhelmshöhe plötzlich Corona-Alarm.

Der Zug musste am Bahnhof in Kassel stoppen, da es einem Fahrgast schlecht ging. Ein Rettungswagen brachte den Mann ins Krankenhaus, auch die Bundespolizei rückte an, wie eine mitreisende Krankenschwetser der HNA* berichtete. 

Am Frankfurter Hauptbahnhof war zuvor eine Gruppe Rückkehrer eingestiegen, die mithilfe der Bundesregierung wieder nach Deutschland gebracht worden waren. 

Dass die Reisenden nicht separat im Zug Richtung Kassel-Wilhelmshöhe untergebracht wurden, findet die Frau in Zeiten der Corona-Pandemie unverantwortlich. „Wie kann man so eine große Gruppe Rückkehrer einfach in einen Zug stecken? Dafür muss man doch separate Waggons zur Verfügung stellen und Schutzmasken austeilen."

Corona in der Region Kassel: Viele Verstöße gegen Kontaktverbot

Update vom Samstag, 28.03.2020, 9.11 Uhr: Seit vergangenen Sonntag gilt im Kampf gegen dieCorona-Pandemie das Kontaktverbot in ganz Deutschland. In der ersten Woche verzeichnete die Polizei in Kassel noch eine ganze Reihe von Verstößen. 

Viele Bürger halten sich an die Regeln. Doch andere sindunbelehrbar und sammeln sich in Gruppen zum Biertrinken. Andere wollen nicht akzeptieren, dass sie nicht in Gastronomien ihr Essen verzehren dürfen. Die Polizei geht gegen die Verstöße vor. 

Update vom Freitag, 27.03.2020, 21.21 Uhr: Viele Gastronomen in Kassel kämpfen gegen die Coronakrise. Die Verbreitung des Coronavirus bedeutet für die Gastronomie in der Orangerie das Aus. Fehlende Gäste sind nicht der Grund.

Update vom Freitag, 27.03.2020, 19.34 Uhr: Im September sollten in der Region Kassel neue Bürgermeister gewählt werden. Doch die Wahlen in Zierenberg und Habichtswald werden wegen der Coronkrise nun verschoben. Für die aktuellen Bürgermeister hat das Folgen. 

Update vom Freitag, 27.03.2020, 18.11 Uhr: Wer aus einem Risikogebiet nach Deutschland zurückkehrt, muss für 14 Tage in die häusliche Quarantäne. Grund dafür ist die Coronakrise. Das gilt auch für Menschen aus der Region Kassel. Ob jemand Symptome zeigt, spielt dabei keine Rolle. 

Update vom Freitag, 27.03.2020, 16.03 Uhr: Der Landkreis Kassel gab am Freitagabend neue Fallzahlen bekannt. Demnach stieg die Zahl der Corona-Infektionen in der Stadt und Region Kassel um 18 Fälle. In der Stadt Kassel gibt es demnach 67 Fälle, in der Region Kassel 74. 

Todesfälle wurden glücklicherweise bislang nicht gemeldet. Dagegen haben 15 Patienten die Corona-Infektion bereits überstanden. 

Corona in Kassel: Timberjacks startet Social-Media-Challenge für positive Erinnerungen

Update vom Freitag, 27.03.2020, 10.30 Uhr: Positive Erinnerungen zum Ausgleich zur Corona-Ausgangssperre: Die Steak-Haus-Kette Timberjacks aus Kassel hat eine Social-Media-Challenge auf Instagram ins Leben gerufen. 

Restaurant-Besuche sind derzeit verboten. Also ruft Timberjacks dazu auf, auf Instagram Fotos von besonderes Momenten in Restaurants zu posten - vom Heiratsantrag bis zur Burger-Party. Viele andere Restaurants in der Region machen mit. Die Resonanz ist groß. 

Update vom Freitag, 27.03.2020, 08.08 Uhr: Wie Hausärzte mit der Corona-Pandemie umgehen, zeigt sich exemplarisch in Kassel.* Dort warten Patienten unter anderem im Freiluftwartezimmer auf ihre Fenstersprechstunde.

Ziel ist es immer, die Ansteckungsgefahr so gut wie möglich zu minimieren. So wird im Moment bereits am Fenster überprüft, was die Patienten benötigen. Mit einem Fragebogen soll vorgeklärt werden, ob womöglich ein einfacher Infekt vorliegt oder ob ein Verdacht auf Corona berechtigt sein könnte.

Corona in der Region Kassel: Bürgermeisterwahlen werden veschoben

Update vom Donnerstag, 26.03.2020, 20 Uhr: Die Corona-Pandemie hat Auswirkungen auf die Bürgermeisterwahlen im Landkreis Kassel*. Der Landtag hat beschlossen, dass Bürgermeisterwahlen in Hessen frühestens am 1. November stattfinden. 

Davon betroffen sind Wesertal (geplanter Termin 10. Mai), Reinhardshagen (geplanter Termin 7. Juni), Hofgeismar (geplanter Termin 30. August) und Calden (27. September). In ganz Hessen sind 36 Bürgermeisterwahlen betroffen.

Corona in der Region Kassel: Auf Baustellen wird weiter gearbeitet

Update vom Donnerstag, 26.03.2020, 17.53 Uhr: In vielen Unternehmen in Kassel herrscht während der Coronakrise* Stillstand. Doch auf vielen Baustellen wird noch gearbeitet. Die Ausbreitung des Coronavirus trifft Unternehmen der Baubranche unterschiedlich.

„Die Auftragslage ist noch gut - trotz Coronakrise. Und wegen der guten Konjunktur hat die Branche ein Polster“, sagt Thilko Gerke, Vorsitzender des Verbands und Geschäftsführer der Kasseler Bauunternehmung Rennert GmbH.

Corona in der Region Kassel: Baken reagieren auf Krise

Update vom Donnerstag, 26.03.2020, 16.45 Uhr: Die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie sind nur schwer absehbar. Doch viele Firmen, Selbstständige und Privatpersonen kämpfen um ihre Existenz - auch in Kassel. Die Banken der Region reagieren nun auf die Coronakrise*.

„Den Privatkunden bietet die Kasseler Sparkasse zurzeit Tilgungsaussetzungen für alle Darlehensarten an. Die Tilgungsleistungen werden während dieser Zeit nicht gezahlt und an das Ende der Kreditlaufzeit gestellt“, teilt eine Sprecherin mit.

Corona in der Region Kassel: 19 neue Infektionsfälle

Update vom Donnerstag, 26.03.2020, 15.14 Uhr: Das Coronavirus breitet sich in der Region Kassel weiter aus. In Stadt und Landkreis Kassel gibt es 19 neue Corona-Fälle. In der Stadt Kassel wurden 9 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet, im Landkreis 10. Am Vortag gab es nur 13 Neu-Infektionen. 

Damit sind in der Region Kassel aktuell 123 Peronen mit dem Coronavirus infiziert: 62 von ihnen in der Stadt Kassel, 61 im Landkreis.

Corona in der Region Kassel: Anstieg häuslicher Gewalt befürchtet

Update vom Donnerstag, 26.03.2020, 14.24 Uhr: Wegen der Ausbreitung des Coronavirus müssen Menschen in einem Haushalt enger zusammenleben. Das werde zu vielen Konfliktsituationen führen, warnen Hilfeeinrichtungen in Kassel. Die Anzahl der häuslichen Gewalt könnte während der Corona-Krise deutlich steigen. Die Stadt Kassel* bereitet sich auf einen Ansturm auf das Frauenhaus vor.

„Ganz klar: Es wird zu mehr Spannungen kommen“, befürchtet Irmes Schwager vom Autonomen Frauenhaus Kassel, „Konflikte können in so einer Sondersituation, wie wir sie haben, besonders eskalieren.“

Corona in der Region Kassel: Kulturschaffende solle Förderung erhalten

Update vom Donnerstag, 26.03.2020, 12.29 Uhr: Kultur und Kreativschaffende in Kassel sollen während der Ausbreitung des Coronavirus nicht im Stich gelassen werden. Das Kulturdezernat, das Kulturamt und die Kulturförderung der Stadt Kassel haben ein Informationsblatt* über überregionale Hilfspakete erarbeitet. 

„Uns ist bewusst, dass die Maßnahmen zur Einschränkung der Ausbreitung der Corona-Pandemie neben dem völligen Erliegen der kulturellen Vielfalt im öffentlichen Raum für die meisten Kulturakteure und kulturnahen Bereiche Kassels schmerzhafte oder existenzielle wirtschaftliche Konsequenzen haben“, so Kulturdezernentin Susanne Völker. Kassel als lebendige Kulturstadt spüre die Corona-Krise intensiv. 

Das Bundeskabinett hat am Montag (23.03.2020) ein 50 Milliarden Euro schweres Hilfspaket beschlossen. Auch Künstler können finanzielle Unterstützung beantragen. Die entsprechenden Anträge für Bundes- und Landesmittel können spätestens ab Montag (30.03.2020) beim Regierungspräsidium Kassel online gestellt werden, teilt das Land Hessen mit.

„Mit den weitreichenden Beschlüssen von Bund und Land gibt es jetzt für die vielen Kulturschaffenden und Kreativunternehmen eine Perspektive, um die Herausforderungen der Corona-Krise zu bewältigen“, so Susanne Völker. Man arbeite daran, die negative Folgen der Corona-Krise für Kreativunternehmen zu minimieren. 

Corona in der Region Kassel: SMA hält an Zielen fest

Update vom Donnerstag, 26.03.2020, 10.39 Uhr: Die Ausbreitung des Coronavirus hat für viele Unternehmen drastische Konsequenzen. Auf den Solarkonzern SMA Solar in Niestetal im Landkreis Kassel trifft das bisher scheinbar nicht zu. Das Unternehmen hat 2019 seine Verluste deutlich verringert und hält an seinen Zielen für das aktuelle Jahr fest - trotz Corona-Krise. 

Der Konzern bei Kassel dämmte seine Nettoverluste von 175,5 auf 8,6 Millionen Euro ein. „Das Coronavirus hat bisher nur geringe negative Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf“, so Vorstandssprecher Jürgen Reinert. Der Umsatz im laufenden Jahr soll wie geplant auf 1,0 bis 1,1 Milliarden Euro steigen. 

Corona in Kassel: SPD-Bundestagsabgeordneter Timon Gremmels im Interview

Update vom Donnerstag, 26.03.2020, 07.26 Uhr: Nach zehn Tagen im Homeoffice hat der SPD-Bundestagsabgeordnete Timon Gremmels sein Zuhause in Niestetal bei Kassel wieder verlassen. Der 44-Jährige ist trotz Corona* zur Sitzungswoche nach Berlin gereist. Kritiker fragen: Muss das sein? Im Interview erklärt Gremmels, warum nur so die Hilfe für die Opfer der Coronakrise auf den Weg gebracht werden kann.

Gremmels: „Ich kann nicht von einer Kassiererin verlangen, dass sie mit 12.000 Menschen am Tag Kontakt hat, und mich dann als Abgeordneter verstecken. Die Menschen zählen darauf, dass wir die Krise abmildern.“

Nach Corona-Infektion - Fünf Personen in Stadt und Kreis Kassel wieder gesund

Update vom Mittwoch, 25.03.2020, 21.58 Uhr: Gute Nachrichten aus Kassel: Offenbar sind fünf Personen aus Stadt und Landkreis Kassel von dem Coronavirus genesen. Das gab die Stadtverwaltung am Mittwochabend bekannt. 

Erstmals seit Beginn der Krise konnten in der Region Kassel Patienten aus der Isolation entlassen werden. Die positiv getesteten Patienten hatten zwei Wochen lang keine Symptome mehr gezeigt. Drei kommen aus Kassel, zwei aus dem Landkreis. 

Gegenwärtig sind demnach in der Stadt Kassel 53  Personen und im Landkreis Kassel 51 Personen mit dem Coronavirus infiziert. (Stand 25.03.2020). Das sind 13 mehr als im Vortag. 

Von den infizierten werden sechs Personen im Krankenhaus behandelt, vier davon auf der Intensivstation. 

Coronavirus in Kassel: Keiner traut sich in Autowerkstätten

Update vom Mittwoch, 25.03.2020, 20.01 Uhr: Im März ist eigentlich Hochsaison für das Reifenwechseln. Doch in der Corona-Krise trauen sich die Kunden nicht in die Werkstätten. Die Auftragsbücher der Mechatroniker in Kassel sind wegen der Coronavirus-Pandemie leer.*

Update vom Mittwoch, 25.03.2020, 17.17 Uhr: Sie arbeiten weiter, solange es geht - wenn auch unter deutlich erschwerten Bedingungen: Handwerker in Kassel sind während der Corona*-Pandemie häufiger Retter in der Not.

Update vom Mittwoch, 25.03.2020, 15.37 Uhr: In der Region Kassel gibt es 13 neue Corona-Infektionen: 8 davon im Stadtgebiet und 5 im Landkreis Kassel. Das hat die Stadt Kassel bekannt gegeben. 

Damit erhöht sich die Zahl der Corona-Patienten in der Region auf 104 (Stand 25.03.2020, 10 Uhr). Davon seien 5 Patienten wieder genesen. In der Stadt Kassel gibt es 53 infizierte Personen, im Landkreis 51. 

Kassel: Positive Zeichen gegen die Corona-Krise

Update vom Mittwoch, 25.03.2020, 15.09 Uhr: Während der aktuellen Krise verbreitet sich nicht nur das Coronavirus - sondern auch schlechte Stimmung. Menschen kämpfen mit den Folgen der Pandemie. Viele fürchten um ihre Existenz. Doch in Kassel gibt es auch positive Zeichen. Die Parole „Alles wird gut“ hängt auf einem gemalten Transparent vom Balkon eines Mehrfamilienhauses. 

Kassel: Positive Botschaften während der Corona-Krise.

Update vom Mittwoch, 25.03.2020, 12.24 Uhr: Die DRK-Kliniken Nordhessen schlagen Alarm: Fehlende finanzielle Mittel gefährden die Corona-Versorgung. Klinik-Beschäftigte haben am Wochenende in Kassel* protestiert.

Wegen Coronavirus: Menschen in Kassel fürchten um ihre Existenz

Update vom Mittwoch, 25.03.2020, 10.50 Uhr: Viele Menschen fürchten während der Corona-Krise um ihre Existenz - auch in Kassel*. Mieter haben Angst, ihre Wohnungen wegen wirtschaftlicher Notlagen zu verlieren. Doch Rettung ist in Sicht.

Update vom Mittwoch, 25.03.2020, 9.20 Uhr: Entgegen einer Äußerung von Baunatals Bürgermeisterin Silke Engler gegenüber der HNA* am Montag (23.03.2020) redet eine Stadtsprecherin bezüglich des Corona-Falls in einer städtischen Not-Kita nun nur noch von einem "Verdachtsfall". Das Ergebnis des Corona-Tests werde heute erwartet.

Update vom Mittwoch, 25.03.2020, 7.45 Uhr: In einer Not-Kita der Stadt Baunatal (Kreis Kassel) gibt es einen Corona*-Fall. Eine Erzieherin hat sich mit dem Virus infiziert*. Die Einrichtung wurde vorsorglich geschlossen.

Alle weiteren Mitarbeiter und die dort betreuten Kinder wurden in eine 14-tägige Quarantäne geschickt. Die neue Notbetreuung wird aus Sicherheitsgründen in einer neuen Einrichtung untergebracht werden. Eltern müssen in Zukunft eine Erklärung abgeben, dass ihr Kind symptomfrei ist, wenn sie es in einer Notbetreuung der Stadt Baunatal unterbringen möchten.

Corona in Kassel: Lehrer schicken einen Brandbrief nach Wiesbaden

Kassel - In der Region Kassel gibt es bisher 91 bestätigte Corona-Infektionen (Stand: 24.03.2020, 9.30 Uhr). Acht Patienten müssen aktuell in Krankenhäusern behandelt werden, sechs davon auf Intensivstationen. Die restlichen Corona-Infizierten und deren Kontaktpersonen befinden sich in häuslicher Quarantäne.

Die meisten Geschäfte und Institutionen in Kassel sind wegen der Coronavirus-Pandemie geschlossen. Das gilt auch für die Schulen und Kitas in der Region, die nur eine Notbetreuung für Ausnahmefälle anbieten. Doch seit wenigen Tagen herrscht in einigen Kasseler Schulen Betrieb. Denn die Abiturprüfungen haben in Hessen begonnen. 

Abitur trotz Coronavirus: Lehrer in Kassel schreiben Brandbrief nach Wiesbaden

Doch nicht jeder zeigt für das Festhalten an den Prüfungsterminen während der Corona-Krise Verständnis. So haben Lehrer der Herderschule in Kassel* einen Brandbrief nach Wiesbaden geschickt - mit den Worten: „Bitte beenden Sie endlich den Wahnsinn und verschieben Sie das Landesabitur! Vom Verschieben stirbt niemand“. Die Lehrer aus der Region Kassel kritisieren, dass die Schulen nicht genug Masken haben und zu wenig Desinfektionsmittel. 

„Wir nehmen die Sorgen der Lehrer ernst“, sagt Annette Knieling, Leiterin des Staatlichen Schulamts in Kassel, „haben aber auch klargemacht, dass wir erwarten, dass die Lehrer die Schüler durch das Abitur begleiten“. Ihre Behörde stehe in enger Abstimmung mit dem Gesundheitsamt und dem Kultusministerium. Lehrer und Schüler sollten auf ausreichend Sicherheitsabstand achten. Das sei in den zurzeit leeren Schulen während der Corona-Pandemie gut realisierbar - auch in Kassel.  

Kassel: Kunden sollen während Corona-Krise auf genügend Abstand achten

Auf genügend Sicherheitsabstand müssen Kunden derzeit auch in Kassels Supermärkten während der Corona*-Pandemie achten. „Ich sorge mich um meine Kunden und Mitarbeiter, sie sollen alle möglichst alt werden“, sagt Lebensmittelhändler Robert Aschoff mit einem Augenzwinkern. 

Seinen Edeka-Markt an der Frankfurter Straße in Kassel darf man während der Corona -Krise nur noch einzeln und mit einem Einkaufswagen betreten. Die begrenzte Zahl der Einkaufswagen würde automatisch ein Limit setzen: „Das schafft schon mal Abstand“, sagt Aschoff. 

Coronavirus: Stadt Kassel bestimmt Regeln für Supermärkte und Restaurants

Für Supermärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Waschsalons, Tankstellen und Drogerien gelten laut der Stadt Kassel zurzeit folgende Regelungen: „Bei der Öffnung dieser Einrichtungen sind die Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts zur Hygiene, Zutrittssteuerung und Vermeidung von Warteschlangen zu beachten. 

Ein Mindestabstand von 1,5 Meter zwischen Personen ist sicherzustellen, sofern keine geeigneten Trennvorrichtungen vorhanden sind“. Halten die Läden die Auflagen nicht ein, droht deren Schließung.

Gaststätten, Mensen, Hotels und andere Gewerbe in Kassel müssen sich während der Corona-Ausbreitung an andere Regeln halten. Sie dürfen Speisen und Getränke nur zur Abholung oder Lieferung anbieten. 

„Bei der Abholung von Speisen und Getränken ist sicherzustellen, dass die Speisen und Getränke ohne Wartezeit zur Verfügung stehen oder die Warteplätze so gestaltet sind, dass ein Abstand von mindestens 1,5 Meter zwischen den Personen gewährleistet ist und geeignete Hygienemaßnahmen getroffen werden und Aushänge zu den erforderlichen Hygienemaßnahmen erfolgen“, so die Stadt Kassel.

Von Jan Wendt und Michaela Schaal

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