Geschlossen ist nun das Bethaus einer Baptisten-Gemeinde in Frankfurt. Mehrere Mitglieder der Gemeinde haben sich nach einem Gottesdienst mit dem Coronavirus infiziert. FOTO: DPA
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Geschlossen ist nun das Bethaus einer Baptisten-Gemeinde in Frankfurt. Mehrere Mitglieder der Gemeinde haben sich nach einem Gottesdienst mit dem Coronavirus infiziert. FOTO: DPA

Corona-Ausbruch nach Gottesdienst

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Nun hat es doch wieder einen größeren Corona-Ausbruch gegeben. Nach einem Gottesdienst sind mehr als 100 Menschen infiziert. Die Lufthansa fliegt wieder öfter ins Ausland. Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle ist von Samstag auf Sonntag um 92 auf 9762 gestiegen.

Nach einem Gottesdienst in Frankfurt gibt es viele Corona-Infektionen auf einen Schlag. Gesundheitsminister Kai Klose (Grüne) warnt: "Das Virus ist weiterhin da und will sich verbreiten."

Corona-Ausbruch:Nach einem Gottesdienst in einer Kirchengemeinde der Baptisten in Frankfurt sind mehr als 100 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Sie leben in Frankfurt, Hanau, dem Wetterau- und dem Hochtaunuskreis - und möglicherweise sind es noch mehr, wie Gesundheitsminister Kai Klose mitteilte. Der Gottesdienst war schon vor zwei Wochen, die meisten infizierten sich wohl erst danach im Umfeld der Gemeinde. Der stellvertretende Vereinsvorsitzende der Gemeinde der Evangeliums-Christen-Baptisten, Wladimir Pritzkau, sagte: "Wir haben alle Versammlungen abgebrochen. Gottesdienste gibt es jetzt nur noch online." Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky kritisiert: "Das grenzt an organisierte Unverantwortlichkeit."

Mehr Flüge:Die Lufthansa will ab Juni wieder mehr Flüge anbieten - und hat konkrete Ziele genannt. In der zweiten Junihälfte sollen von Frankfurt aus 20 Ziele wieder angeflogen werden - darunter Heraklion (Kreta), Rhodos, Dubrovnik, Faro, Venedig, Ibiza und Malaga. Auch die Ferieninsel Mallorca soll ab Mitte Juni deutlich häufiger angeflogen werden. Die spanische Regierung hatte angekündigt, im Juli die Grenzen für ausländische Touristen zu öffnen.

ÖPNV leidet:Leere Busse und Bahnen in der Corona-Krise haben für hohe Einnahmeverluste im öffentlichen Nahverkehr gesorgt. Zahlen dazu stünden noch nicht fest, sagte der Geschäftsführer des Rhein-Main-Verkehrsverbunds (RMV), Knut Ringat. Die Einnahmeausfälle müssten über öffentliche Mittel ausgeglichen werden. Zwischenzeitlich seien die Fahrgastzahlen auf zehn bis 20 Prozent zurückgegangen. Derzeit füllten sich die Busse und Bahnen allmählich wieder. "Wir werden wahrscheinlich bis 2022 oder 2024 brauchen, bis wir die früheren Fahrgastzahlen wieder haben.

Fallzahlen:Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle ist von Samstag auf Sonntag um 92 auf 9762 gestiegen. Wie das Sozialministerium in Wiesbaden mitteilte, sind seit Beginn der Pandemie bis Sonntag (Stand 14 Uhr) 460 Menschen an oder mit der Krankheit gestorben, zwei mehr als am Samstag. Bei den regionalen Zahlen der Corona-Fällen sind die Städte und Gemeinden weiterhin ein gutes Stück von der Grenze von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen entfernt. Wenn diese erreicht wird, drohen wieder Beschränkungen des öffentlichen Lebens. In den meisten Fällen war die Zahl der Neuinfektionen einstellig. Am höchsten war diese sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz in Frankfurt mit 18, gefolgt von Wiesbaden mit 15 und dem Kreis Main-Taunus mit 13.

Proteste:Aus Protest gegen die Einschränkungen wegen der Corona-Pandemie sind am Samstag Menschen in mehreren Städten auf die Straße gegangen. In Frankfurt zählte die Polizei rund 200 Teilnehmer, bei einer Gegen-Demo etwa 100. Weil sich einige der Teilnehmer der Haupt-Veranstaltung nicht an die Hygiene-Regeln hielten, müssen sie mit einem Bußgeld rechnen.

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