Ein Bild für die Geschichtsbücher: Am Samstag, 26. Dezember, wird Edith Kwoizalla (101) in Halberstadt geimpft.
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Ein Bild für die Geschichtsbücher: Am Samstag, 26. Dezember, wird Edith Kwoizalla (101) in Halberstadt geimpft - auch in Hessen startet der Impf-Marathon.

Corona-Impfung in Hessen

Corona-Impfung in Hessen: Wichtigste Fragen und Antworten auf einen Blick

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Die Impfzentren Hessens sind zwar noch zu, mobile Teams versorgen die vulnerablen Gruppen jedoch bereits schon jetzt. Die wichtigsten Fragen und Antworten zur Corona-Impfung auf einen Blick.

  • Die Terminvereinbarung zum Impfen soll über eine Hotline und später über ein Online-Portal möglich sein.
  • Eine Impfung ist zunächst nur in einem der regionalen Impfzentren Hessens möglich, später auch beim Hausarzt.
  • Eine Impfung der prioritisierten Gruppen erfolgt vorerst durch mobile Impfteams.

Noch sind alle 28 Impfzentren in Hessen zu. Erst wenn feststeht, wann die ersten sechs Impfzentren öffnen, können zunächst alle über 80-Jährigen in Hessen einen Termin vereinbaren. Das soll über eine Hotline und später über ein Online-Anmeldeportal des Bundes gehen. Nachfolgend ein Überblick darüber, wie der Bürger erfährt, wann er sich impfen lassen kann und wie er an einen Termin kommt.

?Wie werden die prioritären Gruppen erreicht?

Bürgerinnen und Bürger, die zu einer priorisiert zu impfenden Bevölkerungsgruppe zählen, werden - sobald zugelassene Impfstoffe in ausreichender Anzahl verfügbar sind und die Impfzentren ihre Arbeit aufnehmen - über die Möglichkeit und Terminierung der Impfung zeitnah informiert. Immobile Bürger - beispielsweise Bewohnerinnen und Bewohner von Alten- und Pflegeheimen - sollen über mobile Teams erreicht werden.

?Wann und wie erhalten Personen, die zu einer prioritären Gruppe gehören und nicht in Alten- und Altenpflegeeinrichtungen leben oder Teil des besonders vulnerablen Krankenhauspersonals in Kliniken sind, eine Impfung?

Sobald Impfstoffe in ausreichendem Maß vorhanden sind und ein Großteil in Alten-, Pflegeheimen und Krankenhäusern geimpft wurde, werden in der nächsten Phase sechs zentrale Impfzentren in Hessen öffnen können. Dabei handelt es sich um Gießen, Kassel, Frankfurt, Wiesbaden, Darmstadt und Fulda. Zur höchsten Priorität bei den Schutzimpfungen zählen, neben den mobil erreichten Personengruppen, ebenfalls die Mitarbeiter der Rettungsdienste und der ambulanten Pflegedienste sowie alle weiteren Personen ab dem 80. Lebensjahr, die nicht bereits in den Alten- und Pflegeeinrichtungen geimpft wurden.

?Wie kann man sich für eine Impfung anmelden oder einen Termin vereinbaren?

Über das Anmeldesystem können Personen aus der Gruppe mit der höchsten Priorität ihren persönlichen Termin für eine Impfung in den sechs zentralen Impfzentren in Hessen vereinbaren, wenn feststeht, wann diese öffnen. Das Bundesgesundheitsministerium hat mit der Kassenärztlichen Bundesvereinigung auf Basis des bestehenden Systems der Terminvergabe mit der bundeseinheitlichen Telefonnummer 116 117 ein standardisiertes Modul erarbeitet. Die Länder kümmern sich jeweils im Hintergrund der Bundes-Hotline um die konkrete Terminvergabe. Zu einem späteren Zeitpunkt wird die Terminvereinbarung auch über ein Online-Anmelde-Portal möglich sein, das vom Bund für Deutschland einheitlich zur Verfügung gestellt wird.

?Warum bekomme ich den Covid-19-Impfstoff erst mal nicht bei meinem Hausarzt?

In der ersten Phase werden die Impfungen im Wesentlichen in speziell eingerichteten Impfzentren oder durch mobile Teams erfolgen. In der zweiten Phase sollen die Impfungen zu einem großen Teil dezentral in Einrichtungen der Regelversorgung (Arztpraxen) durchgeführt werden. Für diese Phase wird davon ausgegangen, dass ausreichend Impfstoffe für ein Impfangebot an die Gesamtbevölkerung zur Verfügung stehen und ein großer Teil der Impfstoffe unter Standardbedingungen gelagert werden kann.

?Kann die Impfung nur am Wohnort oder auch am Arbeitsort erfolgen?

Aus logistischen Gründen ist die Impfung der Bürgerinnen und Bürger in jenem Landkreis/jener kreisfreien Stadt vorgesehen, in der die Bürgerinnen und Bürger wohnhaft sind. In der Anfangsphase übernehmen zunächst die sechs genannten der insgesamt 28 Impfzentren die Schutzimpfung der höchstpriorisierten Gruppen für die eigene Gebietskörperschaft und die umliegenden Kreise.

?Kann ich mich auch in einem anderen Bundesland impfen lassen?

Nein.

?Welcher Nachweis muss für eine Impfung vorgelegt werden?

Als Nachweis für die altersbedingte Anspruchsberechtigung gelten laut Impfverordnung des Bundesgesundheitsministeriums: Der Personalausweis oder ein anderer Lichtbildausweis, aus dem der Wohnort oder gewöhnliche Aufenthaltsort hervorgeht. Für Bewohner von Alten- und Pflegeeinrichtungen werden Termine durch die mobilen Teams vereinbart. Menschen mit chronischen Erkrankungen benötigen ein ärztliches Zeugnis als Nachweis. Kontaktpersonen benötigen eine Bestätigung der betreuten Person.

?Wird eine Person ohne Impfpass geimpft?

Auch Personen ohne Impfpass werden geimpft - den zu impfenden Personen wird eine Impfbescheinigung in Papierform zur Verfügung gestellt.

?Wo können sich Bürgerinnen und Bürger generell über die Impfung informieren?

Die Bundesregierung und die Landesregierung informieren fortlaufend. In Hessen finden sich wesentliche Informationen unter corona.hessen.de.

?Wird jemand, der bereits an Covid-19 erkrankt war, trotzdem geimpft?

Die Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) lautet, dass erkrankte und genesene Personen nicht geimpft werden müssen. Im Rahmen der Priorisierung ist eine Impfung dennoch möglich.

?Schützt die Impfung vor der Übertragung von Covid-19 auf nicht geimpfte Personen?

Die derzeitige Datenlage belegt, dass sieben Tage nach der zweiten Impfung ein hoher Schutz für die geimpfte Person erreicht wird. Wie hoch der Beitrag der Impfung zum Schutz vor der Übertragung der Krankheit auf nicht geimpfte Personen ist, kann derzeit nicht beurteilt werden. Daher gilt es auch, zwischen geimpften und nicht geimpften Personen die Vorsichtsmaßnahmen einzuhalten.

?Muss ich nach der Impfung noch Maske tragen? Werde ich von Einschränkungen befreit?

Die bestehenden Empfehlungen aus Abstand, Hygiene, Alltagsmasken, App und Lüften (AHA+A+L-Regeln) und Einschränkungen zum Infektionsschutz gelten für alle weiter. eb/Quelle: Hessisches Sozialministerium

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