Blutspuren in der Werkstatt eines 59-Jährigen gefunden

Dillenburg/Wetzlar (dpa). Blut von einem der aller Wahrscheinlichkeit nach getöteten Halbbrüder aus Herborn haben Ermittler in der Werkstatt eines verhafteten 59-Jährigen gefunden.

Dillenburg/Wetzlar (dpa). Blut von einem der aller Wahrscheinlichkeit nach getöteten Halbbrüder aus Herborn haben Ermittler in der Werkstatt eines verhafteten 59-Jährigen gefunden. Eine Blutspur sei außen an einer Regentonne und eine weitere an einer Plastiktüte in der Werkstatt des Beschuldigten in Niederscheld gesichert worden, teilten die Polizei in Dillenburg und die Staatsanwaltschaft in Wetzlar am Freitag mit. Eine DNA-Analyse ergab, dass das Blut von einem der 26 und 32 Jahre alten Halbbrüder stammt. Von welchem, sagte ein Sprecher der Anklagebehörde nicht. Der Verbleib der seit Februar vermissten Geschwister ist noch immer unklar. Der 26 Jahre alte Alexander Penner und sein 32 Jahre alter Halbbruder Waldemar Stenke waren ohne Ankündigung verschwunden. Ihre Pässe hatten sie in ihrer Wohnung in Herborn zurückgelassen.

Der 59-Jährige aus Bischoffen und seine 17 und 24 Jahre alten Söhne waren im Juni unter dem Verdacht des Totschlags verhaftet worden. Der 24-Jährige schweigt bislang. Gegen ihn wurde inzwischen ein weiterer Haftbefehl erlassen, wie die Ermittlungsbehörden am Freitag mitteilten. Er stehe im Verdacht, zumindest Miteigentümer von vier in der Werkstatt gefundenen Waffen zu sein. Wie sein Vater habe er dafür keine Erlaubnis. Bei einer der Waffe handele es sich um die mutmaßliche Tatwaffe. Der 24-Jährige war zudem inhaftiert worden, weil er im großen Stil Drogen hergestellt und damit gehandelt haben soll. Dabei soll auch sein Vater die Hände im Spiel gehabt haben. Der 17 Jahre alte Bruder war nach der Vernehmung des Vaters auf freien Fuß gesetzt worden.

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