Großeinsatz

Bilanz der Razzia im Frankfurter Bahnhofsviertel

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Polizeiabsperrungen und Kontrollen auf der Straße, in Bordellen und in Lokalen: Im Frankfurter Bahnhofsviertel zeigten die Beamten im Kampf gegen Drogen- und Organisierte Kriminalität Präsenz. Die Bilanz.

Hunderte Polizisten sind am Donnerstagabend im Großeinsatz im Frankfurter Bahnhofsviertel gewesen. Polizeipräsident Gerhard Bereswill sprach von rund 470 eingesetzten Beamten. Auch Bundes- und Stadtpolizei verstärkten die Aktion, die sich vor allem gegen Drogenhandel und Organisierte Kriminalität richtete.

Razzia im Frankfurter Bahnhofsviertel: Straßenzüge gesperrt

Bevor hunderte Polizeibeamte gegen 22 Uhr mehrere Straßenzüge schlagartig einnahmen und abriegelten, fanden schon über den tag verteitlt umfangreiche verdeckte polizeiliche Maßnahmen statt. Ziel dieser großangelegten Polizeiaktion war die Bekämpfung und Verfolgung der Rauschgift- sowie Milieukriminalität an den Brennpunkten im Bahnhofsviertel.

Zusammen mit der Bundespolizei, der Stadtpolizei, der Gewerbeaufsicht, der AG Geldspielgeräte sowie Lebensmittelkontrolleuren der Stadt Frankfurt und der Steuerfahndung vom Finanzamt Frankfurt wurden neben 657 Personen insgesamt auch zwei Laufhäuser und sieben Bars sowie Spielotheken in der Taunus-, Mosel- und Elbestraße kontrolliert.

Razzia im Frankfurter Bahnhofsviertel: 27 Strafanzeigen und zwölf Haftbefehle

Hierbei wurden insgesamt 27 Strafanzeigen, unter anderem wegen 16 Rauschgiftdelikten, davon acht Handelsdelikten, sechs ausländerrechtlichen Verstößen sowie Diebstahl eingeleitet. Zudem wurde eine weitere Anzeige gefertigt, nachdem Polizeibeamte eine Person auf frischer Tat bei der Ausübung verbotener Prostitution festnahmen. Darüber hinaus wurden auch Verstöße gegen das Waffengesetz geahndet und diverse Betäubungsmittel (rund 13 Gramm Heroin, acht Gramm Crack, und 42 Gramm Marihuana) beschlagnahmt. Bei den Kontrollen wurden zwölf Haftbefehle, unter anderem wegen Eigentumsdelikten, vollstreckt.

Razzia im Frankfurter Bahnhofsviertel: Zwei Gaststätten geschlossen

Die Stadt Frankfurt hat in eigener Zuständigkeit wegen diverser Mängel (beispielsweise fehlende Ablufteinrichtungen, bauliche Mängel, Ungezieferbefall) zwei Gaststätten in der Mosel- sowie zwei weitere Bars in der Elbe- und Taunusstraße geschlossen.

Der Großeinsatz war Bestandteil der langfristig orientierten, strategischen Neuaufstellung der Polizei Frankfurt im Bahnhofsgebiet, die im Ergebnis die dortigen Zielsetzungen der Polizei Frankfurt bestätigen. Zusätzlich zu den Einsätzen der größten operativen Einheit in der Polizei Hessen, der Regionalen Einsatz- und Ermittlungseinheit, sowie dem 4. Polizeirevier hat die Polizei Frankfurt seit Anfang September ihre Personalstärke mit Unterstützung der Bereitschaftspolizei um nochmal 20 Polizeibeamte erhöht. 

Der Kontrolldruck auf die Rauschgift- und Milieuszene wird weiterhin durch den täglichen Einsatz sowie zukünftige großangelegte Polizeiaktionen in Ergänzung dazu aufrecht gehalten werden.

Razzia im Frankfurter Bahnhofsviertel: Schüsse im Bordell

Vor einem der am Donnerstagabend kontrollierten Bordelle etwa habe es am Vorabend Schüsse gegeben. Der mutmaßliche Schütze sei festgenommen worden. Dank zusätzlichen Personals habe die Polizei außerdem in den vergangenen Wochen auch verdeckte Ermittlungen durchgeführt.

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