Baufirma pleite - Bundeswehr muss warten

Stadtallendorf/Regensburg (dpa). Die Verlegung der Regensburger Bundeswehr-Division Spezielle Operationen (DSO) nach Hessen gerät durch die Insolvenz eines Bauunternehmens ins Stocken. Wegen der Pleite kann der neue Sitz der DSO in Stadtallendorf nicht wie geplant bis Juni bezogen werden.

Stadtallendorf/Regensburg (dpa). Die Verlegung der Regensburger Bundeswehr-Division Spezielle Operationen (DSO) nach Hessen gerät durch die Insolvenz eines Bauunternehmens ins Stocken. Wegen der Pleite kann der neue Sitz der DSO in Stadtallendorf nicht wie geplant bis Juni bezogen werden. Der Umzug des DSO- Stabes aus Regensburg verzögere sich um mindestens drei Monate, teilte die DSO am Mittwoch mit.

Die von der Insolvenz betroffene Baufirma sollte in Stadtallendorf die Fenster und Türen für zwei neue Stabsgebäude liefern. Die nächsten Wochen prüfen die Behörden nun die Auswirkungen der Zahlungsunfähigkeit des Unternehmens auf die Umzugspläne. Ein konkreter neuer Termin könne frühestens im März genannt werden, heißt es bei der DSO. Der Umzug der Regensburger Truppe hatte 2008 begonnen. Die DSO wurde 2001 gegründet und ist für Spezialeinsätze im Ausland zuständig. Dazu zählen die Evakuierung von Deutschen aus Krisenregionen in aller Welt sowie der Kampf gegen "irreguläre Kräfte", also Terroristen und Guerilla-Gruppen. Insgesamt unterstehen der Regensburger DSO-Zentrale mehr als 10 000 Soldaten, die in sechs Bundesländern stationiert sind. Die Bundesregierung hatte 2004 beschlossen, die DSO von Bayern nach Hessen zu verlegen. Damit wird Regensburg, das einst als Legionslager von den Römern gegründet wurde, erstmals nach mehr als 1800 Jahren kein Militärstandort mehr sein.

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