Der Bad Vilbeler Arzneimittel-Hersteller wird wohl schon bald übernommen. (Foto: dpa)
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Der Bad Vilbeler Arzneimittel-Hersteller wird wohl schon bald übernommen. (Foto: dpa)

Pharmaindustrie

Bain und Cinven wollen Stada kaufen

Die Finanzinvestoren Bain und Cinven wollen den Bad Vilbeler Arzneimittelhersteller Stada kaufen. Dies teilte das Unternehmen am Montagmorgen mit. Die Stada-Aktie stieg daraufhin kräftig.

Im Ringen um die Übernahme des Pharmakonzerns Stada sollen nach dem Willen des Managements die Finanzinvestoren Bain und Cinven den Zuschlag erhalten. Dem Unternehmen seien zwei Übernahmeangebote angekündigt worden, das von Bain und Cinven sei das attraktivste, teilte Stada am Montagmorgen in Bad Vilbel mit.

Je Stada-Aktie bieten Bain und Cinven demnach 65,28 Euro und haben zudem eine Dividende von 72 Cent zugesagt. Die Offerte bewerte den Arzneimittelhersteller mit einem Unternehmenswert inklusive Schulden von 5,3 Milliarden Euro. Bedingung sei, dass Bain und Cinven mindestens 75 Prozent der Anteile angedient werden. "Vorstand und Aufsichtsrat werden die Angebotsunterlage nach Veröffentlichung prüfen", heißt es in der Mitteilung. Aus heutiger Sicht gingen beide Gremien davon aus, den Stada-Aktionären die Annahme der Offerte zu empfehlen. Neben Bain und Cinven hatte ein Bündnis der Finanzinvestoren Advent und Permira mit Stada über eine Übernahme verhandelt. Bislang wollten die Konsortien 58 Euro je Aktie bezahlen. Stada stellt rezeptfreie Medikamente und Nachahmer-Mittel (Generika) her. Dank der Aussicht auf eine hohe Übernahmeprämie griffen die Anleger bei den Aktien des Arzneimittelkonzerns Stada zu: Die Papiere zogen um rund 11 Prozent an.

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