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Gewissenhafte Garderobendamen. Und diese Ähnlichkeit mit Gerd Knebel und Henni Nachtsheim… Mit dem Comedy-Duo Badersalz auf Safari durch die Jahrhunderthalle.

Backstage-Safari mit Badesalz

  • VonRedaktion
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Endlich - in der Jahrhunderthalle ist wieder was los! Man muss noch nicht mal hingehen. Anfang der Woche hat das Comedy-Duo Badesalz die Premiere seines neuen Programms gefeiert: im Internet. Es heißt »Backstage-Safari« und stellt dem Publikum die Leute vor, die hinter den Kulissen der Jahrhunderthalle arbeiten. Sie heißen: Gerd Knebel und Henni Nachtsheim.

Is des uffreeschend«, sagt Gerd Knebel kurz vor dem Start des neuen Formats. »Mei Nerve!« Dabei muss er sich keine Sorgen machen - es ist ja alles längst im Kasten. »Wie schön, die Halle zum Leben zu erwecken«, sagt Henni Nachtsheim. Das tun sie, indem sie die Rollen all der Menschen (und, nun ja, auch einiger Tiere) einnehmen, die in dem Konzerttempel in Unterliederbach arbeiten. Das Ganze unter dem Motto »Hessisch virtuell«.

Da sind etwa die zwei Empfangsdamen, die die Besucher willkommen heißen - nicht ohne Ermahnungen: »Anständig benehmen!« - »Keine Sauerei!« Da sind auch die beiden Typen von der Security, bis an die Zähne bewaffnet, die ein paar Fragen hätten, bevor sie jemanden reinlassen: »Name? Allergien? Größe? Gewicht? Vorbestraft?«

So reihen sich die Szenen mit skurrilen Damen und Herren aneinander, frei steuerbar vom Publikum daheim am elektronischen Endgerät. Ursprünglich war etwas ganz anderes geplant. Ein ganz großes Projekt hatte Henni Nachtsheim mit Regisseurin Andreana Clemenz ausbaldowert, etwas rund um die Eintracht. Aber dann kam Corona. Auch die nächste Idee ließ sich nicht verwirklichen, etwas mit Buden am Main. »Das wäre zu teuer geworden, allein schon wegen der Security, die nachts alles hätte bewachen müssen.« Also neue Idee: Vielleicht rund um die Jahrhunderthalle. Oder noch besser: In der Jahrhunderthalle. Und weil Corona immer noch unerbittlich war: Aus der Jahrhunderthalle heraus. Virtuell.

Entstanden ist »ein Mischverhältnis aus reeller und gezeichneter Welt«, sagt Andreana Clemenz. Mit Zeichnungen von Udo Schöbel, der den Szenen eine Comic-Optik verleiht. Wer in diese Welt eintaucht, kann nicht nur ein Dutzend Episoden mit dem Badesalz-Duo sehen - es gibt auch viel zum Spielen, Gimmicks zum Herunterladen (Rezepte etwa) und sympathische Enten, die quaken - »natürlich Hessisch«. Hessisch virtuell eben.

Was muss man vorm Bildschirm anziehen, damit einen die krasse Security durchlässt? »Smoking«, sagt Gerd Knebel. »Oder Bademantel. Oder beides.« Und wann gibt es wieder Live-Auftritte? In einem früheren Interview ist Nachtsheim skeptisch: »Ich kann mir nicht vorstellen, dass wir in diesem Jahr noch spielen werden. Wir sind bereit, wenn wir dürfen, wir haben ja ein aktuelles Programm. Wir haben eineinhalb Jahre an dem Programm ›Kaksi Dudes‹ geschrieben, das ist richtig viel Arbeit und ein Riesenaufwand. Wir konnten es wenigstens im September 2019 starten und hatten 30 Auftritte. Das tröstet uns, weil wir zumindest schon mal wissen, dass das Programm funktioniert und dass es den Leuten gefällt. Stell dir vor, wir hätten die Premiere auf den 15. März 2020 gelegt - dann hätten wir bis heute keinen einzigen Auftritt damit gehabt. Aber es ist natürlich trotzdem schade, dass es nicht weiterging.«

Und was sagen die Fans? Nachtsheim: »Letztens spricht mich einer in der Schlange bei der Post an und sagt: Du bist doch der Henni. Ja, sag ich. Ei, wir haben Karten für euren Auftritt in Offenbach, der ist jetzt schon zweimal verschoben worden - egal, wir warten auf euch. Das ist aber lieb, sag ich. Sagt er: Ihr könnt ja nix dafür.«

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