Arbeitsmarkt bleibt noch robust

  • vonGerd Chmeliczek
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Nürnberg/Gießen- Deutschlands Arbeitsmarkt bleibt ungeachtet zahlreicher Unkenrufe auch in Zeiten einer konjunkturellen Delle stabil. Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Februar im Vergleich zum Januar um 30 000 auf 2,396 Millionen zurückgegangen. Das sind bei einer Quote von weiterhin 5,3 Prozent aber 23 000 mehr als noch vor einem Jahr, teilte die Bundesagentur für Arbeit am Freitag in Nürnberg mit. 885 000 Menschen hätten im Februar Arbeitslosengeld erhalten.

Der saisonübliche Rückgang der Arbeitslosigkeit im Februar sei vergleichsweise kräftig ausgefallen, hieß es. Scheele führte dies auch auf den milden Winter zurück. Dennoch machte die stotternde Konjunktur dem Arbeitsmarkt zu schaffen. Scheele machte sich für die Einwanderung von Fachkräften aus dem Ausland nach Deutschland stark. Die Hälfte des Zuwachses bei der Beschäftigung in den vergangenen fünf Jahren sei über Ausländer generiert worden. Scheeles Vorstandskollege Daniel Terzenbach sagte, das neue, vom 1. März an in Kraft tretende Fachkräfteeinwanderungsgesetz, müsse nun mit Leben gefüllt werden.

Die Nürnberger Statistiker gehen von einem weiteren Anstieg bei der Kurzarbeit aus. Im Dezember betrug die Zahl der Kurzarbeiter rund 90 000, wie eine Hochrechnung ergab. Für März schätzt die Bundesagentur, dass die Zahl auf 124 000 steigen wird.

Rückgang in der Region

Im Februar waren auf dem hessischen Arbeitsmarkt derweil noch keine Auswirkungen des neuartigen Coronavirus spürbar. Die Zahl der Arbeitslosen ging in dem Monat um 2380 auf 157 468 Männer und Frauen zurück. Das bedeutete wie im Februar 2019 eine Arbeitslosenquote von 4,6 Prozent.

In der Region wurde im Februar ein Rückgang der Arbeitslosigkeit verzeichnet: Im Bezirk der Arbeitsagentur Gießen, zu dem die drei Landkreise Gießen, Wetterau und Vogelsberg gehören, waren im Februar 16 910 Menschen arbeitslos gemeldet. 341 weniger als im Januar. Die Quote sank um 0,1 auf nun 4,6 Prozent.

Im Kreis Gießen waren im Februar 7972 Menschen erwerbslos gemeldet, 244 weniger als im Vormonat. Die Quote sank um 0,2 auf 5,5 Prozent. Im Vorjahresmonat lag die Quote bei 5,3 Prozent. Damals waren 391 Menschen weniger registriert.

Im Wetteraukreis ist die Arbeitslosenzahl im Februar um 86 Personen auf 6688 gesunken. Die Quote verharrte bei 4,0 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren 294 Erwerbslose mehr gemeldet. Damals lag die Quote bei 3,9 Prozent. Im Vogelsbergkreis waren im Februar 2250 Personen arbeitslos gemeldet, elf weniger als im Januar. Die Arbeitslosenquote blieb unverändert bei 3,9 Prozent. Im Vorjahresmonat waren fünf Erwerbslose mehr gemeldet. dpa/gäd

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