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Angeklagter schweigt im Prozess um Überfall auf Juwelier in Wetzlar

Vier Täter stürmen in ein Juweliergeschäft, bedrohen die Angestellten und rauben mehr als 260 Uhren. Rund zwei Minuten dauerte der Überfall in Wetzlar 2014. Einer der mutmaßlichen Täter steht nun vor Gericht.

Limburg/Wetzlar (dpa/lhe) - Im Prozess um einen Raubüberfall auf ein Juweliergeschäft in Wetzlar hat der 24 Jahre alte Angeklagte zum Auftakt geschwiegen. Vor dem Landgericht Limburg äußerte er sich am Montag weder zu den Vorwürfen noch zu seinen Lebensumständen.

Der Mann soll im Februar 2014 gemeinsam mit drei noch unbekannten Komplizen Uhren im Wert von 650 000 Euro erbeutet haben. Zwei Verkäuferinnen waren mit einer Pistole bedroht und massiv mit Pfefferspray attackiert worden, wie auf einem Überwachungsvideo zu sehen ist.

Insgesamt verschwanden 262 Uhren, die Täter richteten zudem bei dem rund zweiminütigen Überfall einen Schaden von 44 000 Euro an, wie der Juwelier als Zeuge erklärte. An die wertvolle Beute gelangten die Räuber, indem sie die Schauschränke mit einer Axt zertrümmerten.

Juwelier schon einmal ähnlich überfallen

Das Geschäft sei bereits 2012 in ähnlicher Manier überfallen worden, berichtete der Juwelier. Er denke inzwischen darüber nach, den 1835 gegründeten Familienbetrieb aufzugeben. Nach den beiden Überfällen habe er Probleme, eine Versicherung für das Geschäft abzuschließen.

Die Anklage wirft dem 24-Jährigen schweren Raub vor. Er war im August 2014 im Zusammenhang mit anderen Strafverfahren festgenommen worden und sitzt derzeit in Haft. In dem Prozess sind noch vier weitere Verhandlungstage bis zum 5. Februar angesetzt.

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