Amoklauf-Drohung: "Ricarda" gibt Erklärung ab

Gießen (mö). Nach der telefonischen Drohung mit einem Amoklauf, die am Freitagvormittag zur Evakuierung der Ricarda-Huch-Schule (RHS) geführt hatte, will die Schulleitung "zeitnah" mit der Polizei die Geschehnisse analysieren. Dies teilte Schulleiter Werner Nissel am Sonntag auf der Internetseite der Schule mit.

Nach seinem Eindruck – und soweit man dies jetzt schon beurteilen könne – habe der für diese Fälle existierende Notfallplan weitgehend gegriffen. Die Gespräche mit der Polizei sollten gleichwohl dazu beitragen, diese Pläne "weiter zu optimieren und für etwaige Extremsituationen, die hoffentlich nie eintreten mögen, noch mehr gewappnet zu sein". Dabei wolle die Schulleitung "den freien Geist unserer toleranten, liberalen und dem Menschlichen zugewandten Schule auf keinen Fall preisgeben", erklärte Nissel. Für den heutigen Montagnachmittag bot der Direktor allen Schülern und Eltern Gespräche mit der Schulleitung und den jeweiligen Klassenlehrern an.

Nach Darstellung einiger Eltern waren etliche Schüler vor der Evakuierung in ihren Klassenräumen eingeschlossen gewesen, ohne zu wissen, ob es sich um einen Ernstfall handelt. Dies habe bei vielen Jugendlichen zu Angstzuständen und Panikattacken geführt. Wer und aus welchem Motiv der Schule mit einem Amoklauf gedroht hatte, versucht die Polizei zu ermitteln. Hinweise nehmen die Ermittler unter 0641/7006-3755 entgegen.

"Ricarda" geräumt nach Amoklauf-Androhung

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