Eine S-Bahn im Frankfurter Hauptbahnhof. FOTO: DPA
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Eine S-Bahn im Frankfurter Hauptbahnhof. FOTO: DPA

Alles andere als pünktlich

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Berlin/Hofheim- Im Rhein-Main-Gebiet haben S-Bahn-Kunden im vergangenen Jahr besonders häufig auf einen verspäteten Zug warten müssen. Das geht aus Zahlen der Deutschen Bahn zum Jahr 2019 hervor. Die Bahnen im Rhein-Main-Gebiet landeten demnach gemeinsam mit denen aus dem Rhein-Neckar-Gebiet bundesweit hinten mit einer Pünktlichkeit von nur gut 92 Prozent. Als verspätet zählt die Bahn in der Regel nur Züge, die mindestens sechs Minuten überfällig sind.

In Rostock blieben 99,2 Prozent der S-Bahnen darunter. Es folgen Berlin mit 98 Prozent sowie Dresden, Hamburg, Nürnberg und die S-Bahn Mitteldeutschland mit jeweils rund 97 Prozent. München erreicht 93 Prozent. Für den Nahverkehr seien die Länder zuständig, antwortete der Bahnbeauftragte der Bundesregierung, Enak Ferlemann. "Die Pünktlichkeitswerte sind in jenen Städten gut, in denen die S-Bahn nicht ihr Gleis mit zahlreichen Fern- und Güterverkehrszügen teilen muss", sagte Matthias Gastel, der Verkehrspolitiker der Grünen. Der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) verwies auf "die extrem hoch ausgelastete Infrastruktur". Im Rhein-Main-Gebiet seien die S-Bahnen nur auf etwa einem Drittel ihrer Strecke auf eigenen Gleisen unterwegs, die Berliner S-Bahn dagegen fahre nahezu ausschließlich auf eigenen Gleisen. Mit der Corona-Pandemie seien die Bahnen pünktlicher geworden, da auch die Auslastung der Strecken sank. Der RMV setze auf mehrere Maßnahmen, um die Pünktlichkeit auch im Normalbetrieb zu verbessern, wie etwa Einstiegslotsen und die Anschaffung von 21 zusätzlichen Zügen bis 2023. Zudem müsse der Ausbau des Schienennetzes vorangetrieben werden, forderte eine Sprecherin. dpa

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