Al-Wazir für Tunnel

Wiesbaden - Die schwarz-grüne Landesregierung stellt sich hinter den Bau des Riederwaldtunnels. Proteste in der Dimension der Auseinandersetzung um den Dannenröder Forst in Mittelhessen erwartet sie nicht. Das geht aus der Antwort von Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) auf Fragen der FDP im hessischen Landtag hervor. Al-Wazir hatte sie mit Innenminister Peter Beuth (CDU) abgestimmt.

In seiner Auskunft verweist der Verkehrsminister auf die erhoffte Verkehrsberuhigung im Stadtteil Riederwald, durch dessen Straßen bisher der Verkehr von der Autobahn 66 aus Richtung Fulda fließt. Allein für die Straße Am Erlenbruch, »eine der staureichsten innerstädtischen Strecken«, würden ohne Tunnel für 2030 weiterhin 22 000 Fahrzeuge am Tag prognostiziert. »Mit dem Riederwaldtunnel wird diese Zahl - selbst beim Eintreten des prognostizierten Verkehrswachstums - auf 14 200 Fahrzeuge reduziert werden«, formuliert Al-Wazir. Vorteile sieht er auch auf der Hanauer Landstraße. Hier werde das Verkehrsaufkommen von 52 700 Fahrzeugen (ohne Tunnel) auf 39 200 Fahrzeuge verringert. Die Tunnellösung ermögliche die Verlagerung des Verkehrs auf die A66 bei gleichzeitiger Entlastung des nachgeordneten Straßennetzes. Die FDP-Politiker Stefan Müller und Stefan Naas hatten gewarnt, dass der Anschluss der A66 »kein zweiter Dannenröder Forst« werden dürfe. Sie bezogen sich dabei auf die Auseinandersetzungen um den Ausbau der A49, bei dem die Polizei wochenlang mit vielen Beamtinnen und Beamten im Einsatz war, um die die Rodung zu ermöglichen.

Pitt v. Bebenburg/Florian Leclerc

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