Auf Abwegen

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Känguru Fritz sollte eigentlich nur den Rasen kurz halten, dann büxte es aus. Doch auch Ziegen, Schildkröten, Schlangen, Spinnen und Katzen sorgten 2016 in Hessen für tierische Schlagzeilen. Gesichtet wurde vermeintlich auch ein Wolf.

Eine Auswahl von kuriosen Tiergeschichten aus dem ablaufenden Jahr:

Gelungen war ihm der Sprung in die Freiheit, weil ein herabgestürzter Ast die Umzäunung heruntergedrückt hatte. Tierhalter Heiko Ullrich war tagelang in heller Aufregung und suchte (zunächst) vergeblich nach ihm. Ullrich hatte sich das Tier als Landschaftspfleger zugelegt. Seine Aufgabe war es, sich als tierischer "Rasenmäher" auf dem Gelände zu betätigen. Doch dann verschwand das etwa ein Meter große Zwerg-Känguru. Erst mitHilfe einer Tierärztin, die das Känguru betäubte, konnte er es einfangen. Ullrich gelobte danach: Er wolle künftig besser auf das Tier achtgeben. Nach Aussage von irritierten Autofahrern bewegten sich die Tiere zielstrebig und geschlossen in Richtung einer Spielhalle. Dort stießen sie mehrfach mit ihren Hörnern an die Fassade, der Zutritt zum Gebäude gelang ihnen aber nicht. Die Polizei informierte den Tierbesitzer, der sie anschließend zurück in ihr Gehege brachte. Unglücklicherweise kam er alleine nicht mehr heraus. Eine Anwohnerin alarmierte die Polizei. Die Ordnungshüter hatten sogleich einen einfachen Tipp parat: Das Jungtier einfach aus dem Wasser zu ziehen – was dem Ehemann der Anruferin auch gelang. Ende gut, alles gut. Ausgerechnet unter einer Radarfalle fand ein Mann eine Schildkröte. Danach scherzten die Beamten in einer Mitteilung: Dass das Tier aber "wegen einer Überschreitung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit geblitzt wurde, erscheint eher unwahrscheinlich". Eine sachkundige Beamtin nahm die 15 Zentimeter große Gelbwangenwasserschildkröte in ihre Obhut. Die Aufregung war groß, weil es sich um ein exotisches Exemplar handelte: eine Riesenkrabbenspinne. Eine eingeschaltete Spinnenexpertin des Senckenberg-Museums konnte aber schnell Entwarnung geben. Es handelte sich um eine für Menschen harmlose Spinnenart, die in tropischen und subtropischen Gebieten verbreitet sei. Immer wieder gelangen exotische Spinnen in Obstkisten trotz langer Transportwege lebend in deutsche Supermärkte. Das Tier kann zwar beißen, ist aber ungiftig und stellt nach Experteneinschätzung keine Gefahr für Menschen dar. Die wohlgenährte Schlange war offenbar ihrem Halter entfleucht. Ungünstig nur, dass sie den Weg über eine Bundesstraße (B457) wählten. Autofahrer alarmierten die Polizei. Die Tiere konnten auf einen Radweg umgeleitet und nach rund zwei Stunden auf eine Koppel gebracht werden. Nach dem Besitzer der Rindviecher wurde mit Radiodurchsagen gefahndet. Etwas später nahm er die Tiere wieder in Empfang. Menschen und Tiere wurden nicht verletzt – nur einige Außenspiegel mussten dran glauben. Mehrer Autofahrer wollten das Tier gesehen haben und schlugen Alarm. Eine Streife entdeckte tatsächlich ein großes Tier. Wie sich aber herausstellte, handelte es sich um einen amerikanischen Wolfshund, der seinem Besitzer ausgebüxt war. Die Frankfurterin rief die Polizei. Als die Beamten eintrafen, fanden sie eine Katze, die in die Wohnung wollte. "Die junge Frau öffnete die Wohnung und die eigene Katze sprang direkt in ihre Arme", berichtete die Polizei. Doch, sicher ist sicher – die Beamten überprüften auch alle Türen und Fenster. Aber außer Kratzspuren wurden keinerlei Einbruchsspuren entdeckt.

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