Abriss für DFB-Akademie

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Nach jahrelangem Rechtsstreit hat am Montag der Abriss der Tribüne der Frankfurter Galopprennbahn begonnen. Liegenschaftsdezernent Jan Schneider und Sportdezernent Markus Frank rechneten damit, dass das Gelände in den kommenden Wochen an den Deutschen Fußballbund übergeben werden kann, der dort eine Leistungsakademie errichten will.

Nach jahrelangem Rechtsstreit hat am Montag der Abriss der Tribüne der Frankfurter Galopprennbahn begonnen. Liegenschaftsdezernent Jan Schneider und Sportdezernent Markus Frank rechneten damit, dass das Gelände in den kommenden Wochen an den Deutschen Fußballbund übergeben werden kann, der dort eine Leistungsakademie errichten will.

"Frankfurt wird Fußballhauptstadt", sage Frank. Das Kapitel Pferderennen sei abgeschlossen. "Was die Europäische Zentralbank für den Finanzstandort Frankfurt ist, ist der DFB für die Sportstadt Frankfurt", sagt Frank. "Hier wird der Fußball ganz neue Geschichte schreiben."

Der DFB habe vor der offiziellen Übernahme des Rennbahngeländes mit dem Abriss der ehemaligen Stallungen schon erste Vorbereitungen für den Neubeginn getroffen, sagte Schneider.

Frankfurter Sportvereine durften bereits vor mehreren Wochen die Klappsitze der Tribüne für den eigenen Bedarf abschrauben. Das Landgericht Frankfurt hatte Ende Januar den Weg für den Abriss der Tribüne frei gemacht. Zuvor hatte das Oberlandesgericht Frankfurt im vergangenen Sommer den Einspruch des Frankfurter Rennklubs gegen die Räumungsklage der Stadt abgelehnt. Gegen dieses Urteil legte der Rennklub Revision beim Bundesgerichtshof ein.

Ein Anwohner blickt mit Wehmut auf die Reste der Tribüne. "Ich habe 60 Jahre mit der Rennbahn gelebt", seufzt er. "Da tut das schon weh."

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