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Die A 5 zwischen den Anschlussstellen Friedberg und Ober-Mörlen wird grundhaft erneuert. Ab dem 11. September bis November fließt der Verkehr in Richtung Norden auf vier Kilometern im 5:1-Prinzip: eine Fahrbahn rechts vom Mittelstreifen für Lkw, zwei Pkw-Fahrstreifen werden auf die gegenüberliegende Seite umgelenkt.

Baustelle auf Autobahn

A5: Baustelle bei Friedberg zieht um

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Für Frankfurt-Pendler gehört sie inzwischen zum Alltag. Nun zieht die Baustelle auf der A5 zwischen Friedberg und Ober-Mörlen weiter. Allerdings nicht weit. 

Update, 10. September: Nun wird es ernst: Die A5 ist ab Mittwoch zwischen den Anschlussstellen Friedberg und Ober-Mörlen teilweise gesperrt. Auf dem vier Kilometer langen Streckenabschnitt in Richtung Norden wird der Verkehr teilweise auf die gegenüberliegende Seite umgeleitet. Grund für die Sperrung ist die grundhafte Erneuerung und Entwässerung der Fahrbahn. Die Sperrung bleibt voraussichtlich bis November bestehen. 

A5: Baustelle zwischen Friedberg und Ober-Mörlen zieht weiter

Während der Bauphase bleibt eine Fahrbahn rechts vom Mittelstreifen erhalten, zwei werden auf die gegenüberliegende Seite umgelenkt. Zusammen mit den drei Fahrspuren in Richtung Süden stehen auf der A 5 hier also fünf Fahrspuren zur Verfügung. Die Fahrbahnbreiten lägen deutlich über dem Mindestmaß und erlaubten auch die Bildung von Rettungsgassen, hieß es Ende August von Hessen Mobil. Die Lkw-Spur werde 3,50 Meter, die Pkw-Spuren 2,75 Meter breit – und lägen damit 25 beziehungsweise 15 Zentimeter über dem Limit. Zudem sollen Nothaltebuchten eingerichtet werden. Die Anschlussstellen würden nicht tangiert. 

Die Arbeiten sind der erste von vier Bauabschnitten. Die grundhafte Erneuerung soll bis in eine Tiefe von 60 bis 70 Zentimetern reichen. Folgen sollen der korrespondierende Vier-Kilometer-Abschnitt in umgekehrter Richtung und zwei Sieben-Kilometer-Bauabschnitte. Das Projektende ist – nach einer weiteren Winterpause – für das Frühjahr 2021 geplant. Die Gesamtkosten betragen voraussichtlich 30 Millionen Euro. (Update: In der Nacht zum Mittwoch kam es zu einem schweren Unfall auf der A5 bei Ober-Mörlen

Erstmeldung, 30. August: Pendler auf der A5 kennen es kaum anders: Dort wird ständig gebaut. Das mag daran liegen, dass diese Autobahn als Vorkriegsmodell zu den ältesten in Deutschland gehört. Tiefgreifende Erneuerungen sind da programmiert. 

Seit diesem Frühjahr ist einmal mehr der elf Kilometer lange Abschnitt zwischen den Anschlussstellen Friedberg und Ober-Mörlen dran. Nachdem vor sechs Jahren die äußeren Stand- beziehungsweise Fahrstreifen ertüchtigt worden sind, folgen jetzt die Entwässerung und die grundhafte Erneuerung der verbliebenen vier Fahrstreifen. 

Wie Vertreter von Hessen Mobil und der Polizeiautobahnstation Mittelhessen nun in Butzbach bei einer Pressekonferenz erklärten, seien die vorbereitenden Entwässerungsarbeiten abgeschlossen. 

Damit hat sich die um den Mittelstreifen gruppierte "Inselbaustelle" erledigt. Sie wird zurück- beziehungsweise umgebaut. Von nun an wird das Projekt nämlich in vier Bauabschnitte unterteilt.

A5-Bauarbeiten: So wird die Breite der Fahrstreifen geplant

Den Anfang macht ein vier Kilometer langer Abschnitt hinter der Anschlussstelle (AS) Friedberg in Fahrtrichtung Norden. Ab dem 11. September bis voraussichtlich November gilt auf den betroffenen vier Kilometern das 5:1-Prinzip: Eine Fahrbahn rechts vom Mittelstreifen bleibt, zwei werden auf die gegenüberliegende Seite umgelenkt. Zusammen mit den drei Fahrspuren in Richtung Süden sind es hier also sechs. 

Die Fahrbahnbreiten lägen deutlich über dem Mindestmaß und erlaubten auch die Bildung von Rettungsgassen. Nothaltebuchten würden eingerichtet, Anschlussstellen nicht tangiert, erklärte Thomas Klepper, Dezernatsleiter Verkehr BAB Süd bei Hessen Mobil. Die Lkw-Spur werde 3,50 Meter, die Pkw-Spuren 2,75 Meter breit - und lägen damit 25 beziehungsweise 15 Zentimeter über dem Limit. 

Zum Vergleich: Die derzeitigen Breiten in der Elf-Kilometer-Baustelle liegen bei 3,25 Meter pro Spur (normal 3,75 Meter). "Wir gehen davon aus, dass das keine Probleme gibt", waren sich Polizeistationsleiter Erster Polizeihauptkommissar Gerold Reitz und Ulrich Hansel, der Regionale Bevollmächtigte für Mittelhessen von Hessen Mobil, einig.

A5-Bauarbeiten: Erster Teil soll vor Winter fertig sein

Man habe sich für die vier Kilometer auch deshalb entschieden, weil man sicher vor dem Winter fertig werden wolle. Während der Winterpause bis März werde die Baustelle komplett zurückgebaut. Folgen sollen der korrespondierende Vier-Kilometer-Abschnitt in umgekehrter Richtung und zwei Sieben-Kilometer-Bauabschnitte. Das Projektende ist - nach einer weiteren Winterpause - für das Frühjahr 2021 geplant. Die Gesamtkosten werden auf 30 Millionen Euro kalkuliert.

Die "grundhafte Erneuerung" gehe bis in eine Tiefe von 60 bis 70 Zentimetern, erklärten Artur Michalek, Dezernatsleiter Bau BAB Süd, und Projektingenieur Michael Kurz. Mit weit weniger Aufwand könne man dann in 15 bis 20 Jahren die Deckschicht erneuern. Der ausgebaute Asphalt werde komplett wiederverwendet. "Natürlich nur für untere Schichten", fügte Michalek hinzu. Für die Fahrbahndecke verwende man offenporigen Gussasphalt, der griffiger sein und Lärm absorbieren soll. "Das Beste, was wir anbieten können." Außerdem versetzt mit Quarzit für einen helleren Farbton und damit niedrigere Temperaturen.

A5-Bauarbeiten: Auftrag für Ausbau der Raststätte "Schäferborn" erteilt

Als Zukunftsmusik bezeichneten die Vertreter von Hessen Mobil den vierstreifigen Ausbau. Ertüchtigt werde zunächst nach Möglichkeit die Standspur. Zuerst habe man noch etliche Bauwerke zu erneuern. 

"Schwierige Sachen sind unser täglich Brot", sagte Michalek. Beispielsweise die AS Friedberg für allein 30 Millionen Euro. "Das Planfeststellungsverfahren läuft." Für den Ausbau der Raststätte "Schäferborn" sei der Auftrag erteilt, der "Taunusblick" laufe und sei bis Jahresende in Betrieb. Zur Rastanlage "Wetterau Ost" habe er keine Informationen, sagte Hansel.

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