77-jähriger "Geisterfahrer" verursachte Vollsperrung der A5

Friedberg (pm). Ein "Geisterfahrer" war am Montag gegen 0.35 Uhr, dafür verantwortlich, dass die A 5 bei Friedberg voll gesperrt werden musste. Mehrere entgegenkommende Autofahrer hatten glücklicherweise die Fahrspur gewechselt und so einen Zusammenstoß verhindert.

Friedberg (pm). Ein "Geisterfahrer" war am Montag gegen 0.35 Uhr, dafür verantwortlich, dass die A 5 bei Friedberg voll gesperrt werden musste. Mehrere entgegenkommende Autofahrer hatten glücklicherweise die Fahrspur gewechselt und so einen Zusammenstoß verhindert.

Bei der Polizeiautobahnstation in Butzbach gingen gegen 0.25 Uhr die ersten Anrufe ein. Ein Pkw, so die Anrufer, befahre die Autobahn am Gambacher Kreuz in entgegengesetzter Richtung. In der Steigung zwischen Ober-Mörlen und der Raststätte Wetterau konnten Polizeibeamte den gesuchten Wagen tatsächlich auf der falschen Fahrbahnseite aufnehmen, als dieser die A 5 in südliche Richtung fuhr. Eine Funkstreife konnte zu dem Fahrzeug aufschließen und in gleicher Höhe bleiben. Anschließend wurde der Falschfahrer mehrmals mittels Blaulicht und Signalhorn auf sein Fehlverhalten hingewiesen. Auch wurde er über einen Außenlautsprecher angesprochen. Alles ohne Erfolg.

Der "Geisterfahrer" zeigte keine Reaktion und setzte seine Fahrt mit etwa 100 km/h ifort. Im Bereich der Raststätte Wetterau beschleunigte er nochmals auf 160 km/h. Eine Reaktion war immer noch nicht zu erkennen. Nahe der Anschlussstelle Friedberg richteten Polizeibeamte eine Vollsperrung der A5 ein. Als der Fahrer quer stehende Streifenwagen sah, bremste er seinen Pkw ab und hielt auf der Autobahn an. Im Fahrzeug befand sich allein ein 77-jähriger Mann aus Bad Nauheim. Die Beamten stellten sein Auto sicher und nahmen den Mann mit zur Polizeiwache. Ein Alkoholtest erbrachte einen Wert von 0,00 Promille. Bei dem 77- Jährigen wurde eine Blutentnahme angeordnet. Sein Führerschein wurde beschlagnahmt. In einer ersten Befragung schien der ertappte "Geisterfahrer" die Situation gar nicht realisiert zu haben.

Autofahrer, die auf der A 5 durch den Mann gefährdet wurden, werden gebeten, sich Tel. 06033/9930 zu melden.

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