Fahrbahnsanierung

A 5-Sanierung: Details zu kommenden Bauarbeiten zwischen Friedberg und Ober-Mörlen bekannt

  • schließen

Auf Hessens Straßen beginnen 2019 mehrere Großprojekte. Mit dabei: Die A 5 zwischen Friedberg und Ober-Mörlen. Vier Bauabschnitte werden für Verkehrsbeschränkungen sorgen.

Hessen Mobil hat am Dienstag 19 Großprojekte für das Jahr 2019 vorgestellt. Abgesehen von zwei Baustellen auf Bundesstraßen sind alle anderen auf den hessischen Autobahnen vorgesehen. Darunter auch die A 5, auf der eine Erneuerung der Entwässerung und die grundhafte Erneuerung des zweiten und dritten Fahrstreifens zwischen den Anschlussstellen Friedberg und Ober-Mörlen anstehen. 

Der Baubeginn soll im Frühjahr 2019 erfolgen, das Ende ist im Jahr 2021 geplant. In Stein gemeißelt sei der Zeitrahmen allerdings noch nicht, erklärte eine Sprecherin von Hessen Mobil auf Anfrage. In die Bauplanung seien mehrere Stellen einbezogen, mit denen man sich abstimmen müsse. Die Kosten für die Fahrbahnsanierung sollen 35,1 Millionen Euro betragen, die vom Bund finanziert werden.

Vier Bauabschnitte geplant

Die Sanierung soll in vier Bauabschnitten erfolgen. Als erstes sind vorbereitende Arbeiten geplant. So werden etwa Verbreiterungen an den Ausfahrten der Tank- und Rastanlage Wetterau sowie provisorische Nothaltebuchten eingerichtet. Diese Arbeiten sollen im März 2019 jeweils von kurzer Dauer in den verkehrsarmen Zeiten ausgeführt werden.

Danach erfolgt der Aufbau der Verkehrssicherung für den Kanalbau. Vorgesehen sind dafür rund drei Wochen im April. Ab Ende März werden dazu die drei Fahrspuren in beide Fahrtrichtungen nach außen verschwenkt, um im Mittelstreifen das benötigte Baufeld für die Kanalarbeiten zu schaffen.

Nach Einrichtung der Verkehrssicherung startet dann Ende April der Kanalbau an der Mittelstreifenentwässerung.  In dieser Bauphase sollen gleichzeitig die Schutzeinrichtungen in der Mitte erneuert werden. Während dieser Arbeiten ist eine sogenannte 3+3 Verkehrsführung aktiv, das bedeutet: Ohne Wegnahme von Fahrspuren wird der Verkehr nach außen verlegt. Mitte August sollen diese Arbeiten fertig sein.

Anschlussstelle Friedberg nicht betroffen

Im Anschluss erfolgt der Umbau der Verkehrssicherung für die grundhafte Erneuerung des ersten Teilabschnittes. Von Anfang September bis Ende November 2019 wird in Fahrtrichtung Norden ab der Anschlussstelle (AS) Friedberg dann der 2. und 3. Fahrstreifen auf rund 4 Kilometern Länge grundhaft erneuert. Es wird der komplette Fahrbahnaufbau mit Verfestigung, Tragschicht, Binder und Deckschicht saniert. Die Fahrbahn soll  nach der Sanierung einen lärmarmen Gussasphalt erhalten. Die AS Friedberg selbst ist von der Maßnahme nicht betroffen, teilt Hessen Mobil mit.

Für diese Arbeiten wird eine 5+1 Verkehrsführung eingerichtet. Bedeutet: von den drei Fahrspuren in Richtung Norden werden zwei auf die Gegenfahrbahn gelegt, eine bleibt auf der Richtungsfahrbahn erhalten. In Fahrtrichtung Süden bleiben ebenfalls drei Fahrspuren erhalten.

Aller Voraussicht nach wird es ab Dezember 2019 bis nach der Winterpause im März 2020 keine Verkehrsbeschränkungen mehr geben. Nach der Winterpause sollen die nächsten Teilabschnitte der grundhaften Erneuerung beginnen.

Viele Bauprojekte werden fortgesetzt

Bereits im Bau befinden sich 21 weitere Projekte. So werden in Mittelhessen die Brücken-Erneuerungen an der A 45 fortgesetzt. Auch die Erneuerung der Schiersteiner Brücke bei Wiesbaden geht weiter. In Nordhessen werden die Arbeiten an der A 44, 49 sowie an der Bundesstraße 252 fortgesetzt. Laut einer Sprecherin der Straßenbaubehörde sind alleine für Projekte an hessischen Autobahnen in 2019 Kosten von etwa 500 Millionen Euro vorgesehen. 

Info

Ewige Baustelle

Bereits Anfang Mai diesen Jahres wurde die A 5 in Fahrtrichtung Kassel zwischen Butzbach und dem Gambacher Kreuz auf einer Länge von 3,5 Kilometern saniert. Zuvor war 2017 der Autobahnabschnitt in Richtung Frankfurt ab dem Gambacher Kreuz erneuert worden. Sanierungsarbeiten an der Fahrbahndecke fanden auch von Juli bis Ende Oktober 2015 zwischen den Anschlussstellen Ober-Mörlen und Butzbach statt.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare