31-Jähriger wegen Besitzes von Kinderpornografie verurteilt

Marburg (dapd). Wegen des Besitzes und der Weitergabe von Kinderpornografie ist ein 31-jähriger Mann am Dienstag vom Amtsgericht Marburg zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und zehn Monaten verurteilt worden. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Industriearbeiter zwischen November 2008 und Februar 2010 insgesamt mehr als 2700 Bilder und Videos mit Darstellungen des sexuellen Missbrauchs von Jungen aus dem Internet heruntergeladen hatte.

Marburg (dapd). Wegen des Besitzes und der Weitergabe von Kinderpornografie ist ein 31-jähriger Mann am Dienstag vom Amtsgericht Marburg zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und zehn Monaten verurteilt worden. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Industriearbeiter zwischen November 2008 und Februar 2010 insgesamt mehr als 2700 Bilder und Videos mit Darstellungen des sexuellen Missbrauchs von Jungen aus dem Internet heruntergeladen hatte. In 66 Fällen soll der Mann aus dem Landkreis Marburg-Biedenkopf außerdem solche Dateien über Tauschbörsen an andere Internetnutzer weitergegeben haben.

Der 31-Jährige legte ein umfangreiches Geständnis ab. Er könne heute nicht mehr verstehen, wie er das tun konnte, sagte der Mann unter Tränen. Nach der Entdeckung durch die Polizei, die im Zusammenhang mit einem Ermittlungsverfahren in der Kinderporno-Szene auf seinen E-Mail-Account gestoßen war, hatte sich der Verurteilte aus eigenem Antrieb in eine Psychotherapie begeben.

In einer vom Gericht verlesenen Stellungnahme bescheinigte ihm sein Therapeut, nicht pädophil veranlagt zu sein. Vielmehr liege seiner psychosexuellen Störung eine Verdrängung seiner Homosexualität zugrunde. Der nicht vorbestrafte Mann habe sich in seine Kindheit zurückfantasiert, was letztlich zu den Straftaten geführt habe. Neben der freiwillig begonnen Therapie wertete das Gericht zugunsten des Mannes, dass er der Polizei von sich aus die Zugangsdaten seiner Tauschpartner zur Verfügung stellte. Damit habe er umfangreiche Folgeermittlungen möglich gemacht.

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