31-Jähriger muss acht Jahre ins Gefängnis

Marburg (dpa). Weil er seine Frau mit 23 Messerstichen getötet hat, muss ein Mann aus Breidenbach acht Jahre in Haft. Das Marburger Landgericht verurteilte den Studenten am Freitag wegen Totschlags im Affekt. Der 31-Jährige hatte gestanden.

In der Ehe habe es viel Streit gegeben. Auch unmittelbar vor der Tat im Februar habe seine 27 Jahre alte Frau ihn beschimpft und mit einem Gegenstand beworfen. Er habe seine Frau getötet, könne sich an die Tat selbst aber nicht erinnern.

"Es ist nicht auszuschließen, dass es sich um eine Affekt-Tat handelt", sagte Richter Carsten Paul. Die Staatsanwaltschaft hatte acht Jahre und neun Monate Haft wegen Totschlags unter erheblich verminderter Schuldfähigkeit gefordert.

Nach der Bluttat war der Mann geflohen, europaweit wurde nach ihm gefahndet. Zeugen hatten sein Auto am Tattag vor dem Haus gesehen, blutige Fußspuren in der Wohnung machten ihn ebenfalls verdächtig. Sein Auto wurde in Paris sichergestellt. Schließlich stellte er sich in Dortmund der Polizei. Die Vertreter der Familie der Getöteten forderten eine zehnjährige Haftstrafe. Die Verteidiger plädierten für eine Haftstrafe von sechs Jahren. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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