22-Jährige steht wegen Kindstötung vor Gericht

Limburg/Mittenaar (dfl). Sie soll am Morgen des 26. November 2008 ihr im Badezimmer entbundenes Baby erstickt und anschließend in der Papiermülltonne des Hauses entsorgt haben. Seit Donnerstag muss sich die 22-jährige Altenpflegerin Christina S. aus Mittenaar (Lahn-Dill-Kreis) wegen Totschlags verantworten.

Limburg/Mittenaar (dfl). Sie soll am Morgen des 26. November 2008 ihr im Badezimmer entbundenes Baby erstickt und anschließend in der Papiermülltonne des Hauses entsorgt haben. Seit Donnerstag muss sich die 22-jährige Altenpflegerin Christina S. aus Mittenaar (Lahn-Dill-Kreis) wegen Totschlags verantworten.

Geburts- und Tatort war laut Staatsanwaltschaft die Wohnung, in der sie mit ihrem Verlobten und Vater des Kindes lebte. Laut Anklage soll es der damals 21-Jährigen gelungen sein, die Schwangerschaft ihrem Lebensgefährten und dessen Eltern zu verheimlichen, die im selben Haus wohnen. »Spätestens in der ersten halben Stunde nach der Geburt hat sich die Angeklagte entschlossen, das völlig gesunde, lebensfähige Mädchen zu töten«, heißt es in der Anklage. Entweder habe sie dem Baby ein Handtuch auf den Mund gepresst oder der Säugling sei in der Plastiktüte verstorben, in den sie das Neugeborene mit blutgetränkten Tüchern gesteckt und verknotet habe. Dann soll die junge Frau mit dem Bündel in die Garage gegangen sein und es dort in der Papiertonne entsorgt haben.

Auf der Anklagebank im Landgericht Limburg saß eine etwas kräftige junge Frau, die einen kindlichen Eindruck macht. Sie wurde drei Tage nach der Tat in Untersuchungshaft genommen. Der Prozess konnte nach Verlesung der Anklage am Donnerstag nicht fortgesetzt werden, weil die psychiatrischen und rechtmedizinischen Sachverständigen durch andere Gerichtsverfahren nicht zur Verfügung standen.

Eine Einlassung der Angeklagten wird am zweiten Verhandlungstag (2. Juni) erwartet. Danach sollen die ersten Zeugen vernommen werden.

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