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Der Dialogbeauftragte für Integration und Jugendarbeit, Stayfo Turgay trägt an der Spitze der Demonstration ein großes Kreuz, um auf die verfolgten christlichen Minderheiten im Irak und Syrien aufmerksam zu machen. (Foto: cst)

1000 Teilnehmer bei Demonstration gegen ISIS

Gießen (cst). Die Parolen waren eindeutig: "Frieden, Freiheit, Schutzzone jetzt" und "ISIS stoppen, Menschen retten", skandierten etwa 1000 Demonstranten am Samstag beim Zug durch die Innenstadt.

Die Teilnehmer folgten dem Aufruf der fünf syrisch-orthodoxen Gemeinden aus Gießen und Pohlheim, um ihre Solidarität mit den verfolgten Minderheiten im Irak und Syrien zu bekunden.

Unter dem Motto "Es reicht, dass das Gute schweigt, damit das Böse siegt" luden die christlichen Organisationen zu einer Großdemonstration in Gießen ein. Dabei bildeten Geistliche (u. a. der syrisch-orthodoxe Pfarrer Kenan Budak und der Vorsitzende des Zentralrats orientalischer Christen, Simon Jakob) sowie Politiker (FDP-Landtagsabgeordneter Wolfgang Greilich und Grünen-Landtagsabgeordnete Mürvet Ötztürk) zusammen mit dem Bischof Julius Dr. Hanna Aydin die Spitze des Demonstrationszuges. Sie hielten ein Banner mit dem Schriftzug "Schutzzone jetzt" in den Händen und forderten damit Sicherheit für die verfolgten Minderheiten im Irak und Syrien. Gegen diese wird laut dem Dialogbeauftragten für Integration und Jugendarbeit, Stayfo Turgay, "systematisch und brutal" vorgegangen. Diese Volksgruppen würden vor die "grausame Wahl gestellt: Konvertiert zum Islam, zahlt eine Sondersteuer oder verlasst auf der Stelle das Kalifat."

Etwa 1000 Demonstranten zeigten sich solidarisch und machten mit einem großen Demonstrationszug, der über die Südanlage zum Elefantenklo und durch die Innenstadt zurück zum Rathausvorplatz marschierte, auf die Missstände in den betroffenen Ländern aufmerksam. Kinder und Jugendliche trugen dabei rote Kreuze in ihren Händen, die in den Kirchengemeinden hergestellt worden waren und auf die verfolgten Minderheiten aufmerksam machen sollten. Anschließend gab es eine Kundgebung mit zwölf kurzen Reden der Geistlichen, Politiker und Veranstalter. Nach einem gemeinsamen Gebet wurde die Demonstration, die laut der Polizei friedlich verlief, beendet.

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