Tempo 30 gilt nun zwischen diesem Kreisel und der Otto-Behaghel-Straße. FOTO: SCHEPP
+
Tempo 30 gilt nun zwischen diesem Kreisel und der Otto-Behaghel-Straße. FOTO: SCHEPP

Rathenaustraße

Zweijähriger Verkehrsversuch mit Tempo 30

  • Jens Riedel
    vonJens Riedel
    schließen

Gießen(jri). In der neu gebauten Rathenaustraße gilt ab sofort zwischen der Einmündung der Otto-Behaghel-Straße und dem neuen Kreisverkehr Tempo 30 - und zwar im Rahmen eines Verkehrsversuches für die Dauer von zwei Jahren. Damit setzt die Stadt Gießen die bereits im Oktober beschlossene Zwischenlösung zur Rathenaustraße in Kraft. Um den Fuß- und Radverkehr längs und quer zur Rathenaustraße auch im Bereich der Bushaltestellen noch sicherer zu machen, gilt Tempo 30 damit nun auf einem längeren Abschnitt als zuvor geplant. Ursprünglich war nur am Campusplatz zwischen den Uni-Gebäuden Tempo 30 vorgesehen gewesen, was für Streit in der Koalition aus SPD, CDU und Grünen sowie für Kritik seitens Verkehrswende-Initiativen und Universität gesorgt hatte. Die Stadt folgt damit also auch zum Teil den Planungszielen der Justus-Liebig-Universität, die stets die Bedeutung des Campusplatzes am Philosophikum hervorgehoben hat.

Freilich wird der Verkehrsversuch erst dann richtig aussagekräftig, wenn die neuen Gebäude am Campus fertig sind und der Uni-Betrieb nicht mehr unter Pandemiebedingungen, sondern in der Präsenzlehre läuft. Dann werden täglich zehntausende Menschen die Straße queren.

Bürgermeister Peter Neidel hatte im Oktober erklärt, er könne sich vorstellen, dass das Tempo bei Hochbetrieb in der Rathenaustraße auf 20 km/h beschränkt werden könnte. Davon ist beim aktuellen Verkehrsversuch nicht die Rede; da jedoch die Campus-Gebäude noch nicht fertig sind und die Vorlesungen und Seminare meist online erfolgen, wird aktuell offenbar keine Notwendigkeit für Tempo 20 gesehen.

"Ich bin überzeugt, dass sich die Richtigkeit dieser neuen Begrenzung schon bald zeigt, insbesondere aber nach der vollen Wiederaufnahme der Präsenzveranstaltungen unserer Universität", sagte Neidel.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare