Zwei neue WGs und ein weiteres Büro

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Gießen (pm). Unter besonderen Bedingungen hat der Förderverein für seelische Gesundheit (FSG) die erste Mitgliederversammlung in diesem Jahr abgehalten. Dazu konnte der Vorsitzende Gert Mehles die Mitglieder, die zum Teil per Videokonferenz zugeschaltet waren, im Konferenzraum des FSG in der Ludwigstraße begrüßen. Mehles warf einen Blick zurück auf das durch die Pandemie geprägte Jahr.

Die Nachfrage nach Unterstützung von Menschen mit psychischer Erkrankung und Behinderung in den Bereichen soziale Teilhabe sowie Arbeit und Berufsleben war weiter sehr hoch. Ebenfalls hoch waren die finanziellen Belastungen aufgrund der notwendigen Hygienemaßnahmen und Zusatzausstattung sowie die psychische Belastung des Personals in der Betreuungs- und Beratungsarbeit.

Hohe Belastung

Trotz der schwierigen Situation hat der Verein 2020 eine Immobilie in Gießen erworben, wo nach Umbau ein Appartement und zwei Wohngemeinschaften für Menschen mit psychischer Erkrankung bereitgestellt und bezogen wurden. Der Integrationsfachdienst, der schwerbehinderte Menschen im Arbeitsleben unterstützt, konnte ein zusätzliches Büro in Wetzlar eröffnen und ist seitdem auch im südlichen Lahn-Dill-Kreis aktiv. Eine zusätzliche Maßnahme zur Förderung der beruflichen Integration (Unterstützte Beschäftigung) für Menschen mit Beeinträchtigungen startete pandemiebedingt mit Verzögerung. Geschäftsführer Horst Mathiowetz berichtet, dass die Mitarbeiter des FSG besonders gefordert waren, unter den gebotenen Abstands- und Hygieneregeln die intensive Hilfe anbieten zu können.

Wolfgang Jende verabschiedete sich nach zehnjähriger Tätigkeit als Schriftführer im Vorstand. Als Nachfolgerin wurde von der Mitgliederversammlung einstimmig Andrea Kramer gewählt, vielen in Gießen noch als langjährige Leiterin der BeKo bekannt. Gert Mehles als Vorstandsvorsitzender und Claudia Wiegel als Kassenführerin wurden in ihren Funktionen bestätigt.

Der Vorstand und die Geschäftsführung sehen dem Jahr 2021 zuversichtlich entgegen. Mathiowetz betont, dass der Erhalt und die Wiederherstellung eines eigenständigen und selbstbestimmten Lebens für Menschen mit Behinderung das wesentliche Ziel der Arbeit im Verein ist. »Wir helfen bei der Integration ins Arbeitsleben und unterstützen eine inklusive Teilhabe am gesellschaftlichen und gemeinschaftlichen Leben. Trotz der Pandemie werden wir diese Hilfen weiterhin umfangreich anbieten.«

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