MeyerHeiner_O_ldosen-Ser_4c
+
Vor allem bei der Öldosen-Serie von Heiner Meyer fühlt man sich an die amerikanischen Großmeister der Pop Art erinnert.

Zuwachs bei den Superhelden

  • VonDagmar Klein
    schließen

Die Ausstellung mit Arbeiten von Heiner Meyer in der Galerie auf dem Schiffenberg wurde um weitere Werke bereichert. Darunter sind auch einige Unikate. Und demnächst soll auch eine digitale Präsentation von großen Arbeiten dazukommen.

Die Ausstellung »Super Heroes« mit Arbeiten von Heiner Meyer war fertig - diese Zeitung hatte gerade noch berichtet - dann begann im November der zweite Lockdown. Den gesamten Winter und Frühjahr über hat niemand die Arbeiten in der Galerie auf dem Schiffenberg anschauen können. Nun hat die Galerie wieder geöffnet. Galerist Rudolf Lotz hat aus diesem Anlass weitere Werke von Heiner Meyer dazu geholt. Darunter sind einige Unikate.

An den »Super Heroes« von Heiner Meyer scheiden sich die Geister. Den einen gefällt das alltagstaugliche Werk des deutschen Pop-Art-Künstlers, für andere ist es aus der Zeit gefallen. Im Juni 2009 war die neue Kunsthalle im Rathaus mit der Werkschau »Déjà Vu« in Anwesenheit des Künstlers eröffnet worden. Dort waren größere Werke, Ölgemälde und einige Skulpturen zu sehen. Für den kleinen Rahmen der Galerie auf dem Schiffenberg sind es Drucke in kleinen Auflagen, mittelgroße Unikate und als neue Errungenschaft kommt demnächst die digitale Präsentation von großen Arbeiten dazu, die Lotz an seinen Wänden nicht hängen, die er aber besorgen kann.

Zu sehen sind also »Alltagshelden«, man könnte auch sagen die Helden der Kindheit der jetzt 60- bis 70-Jährigen. Darunter das HB-Männchen der Zigarettenwerbung, Lurchi aus dem Salamander-Schuhe-Ausmalheft, der Spinat essende Seemann Popeye und Figuren der frühen Comic-Hefte wie Fix und Foxi, Donald Duck und Gustav Gans. Es gibt sie als Einzeldrucke zu kaufen, in Buchform oder als Sammelmappe mit signierten Einzelblättern.

Bis November in der Galerie zu sehen

Heiner Meyer lebt nach wie vor in seiner Geburtsstadt Bielefeld. Sein Kunststudium an der HBK Braunschweig war begleitet von Studienreisen in die USA. Das prägte ihn nachhaltig, vor allem bei der Öldosen-Serie fühlt man sich an die amerikanischen Großmeister der Pop Art erinnert. Meyer erhielt diverse Preise und Stipendien, die Zahl seiner Ausstellungen ist riesig, seine Werke befinden sich in vielen öffentlichen und privaten Sammlungen. Offenbar trifft er einen Nerv mit seinen klar strukturierten und oft starkfarbigen, zumeist auch fröhlichen Bildern. Nicht zu vergessen, die subtile Gesellschaftskritik in so machen Werken.

Die »Super Heroes« werden voraussichtlich bis November auf dem Schiffenberg präsent sein, geöffnet ist nachmittags von 15 bis 18 Uhr.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare