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Der Zonta-Club engagiert sich mit der Kampagne gegen Gewalt an Frauen.

Zonta sagt Nein!

Gießen (nal). Am Donnerstag, 25. November, soll die Johanneskirche von 17 bis 22.30 Uhr orange beleuchtet werden. Mit dieser Aktion soll Aufmerksamkeit für Gewalt gegen Frauen und Mädchen hergestellt und die Forderung, eine Gesamtstrategie zur Umsetzung der Istanbul Konvention zu entwickeln, betont werden. Veranstaltet wird dies im Rahmen des Internationalen Tags gegen Gewalt an Frauen durch den Zonta Club Burg Staufenberg Gießen.

Es ist jedoch nicht die einzige Aktion, wie Präsidentin Beatrix Eiler-Haupt, Vizepräsidentin Evelyn Goubeaud, Dietlind Stürz und Dr. Barbara Watz zur Aktion »Zonta says No« mitteilten. 16 Tage lang wird in der Innenstadt an vielen Stellen die Farbe Orange zu sehen sein. Ein Zeichen soll vom 25. November, dem Internationalen Tag zur Beendigung der Gewalt gegen Frauen, bis zum 10. Dezember, dem Tag der Menschenrechte, gesetzt werden. Die weltweite Aktion wird vom heimischen Zonta-Club unterstützt.

»Gewalt kann jede Frau treffen - unabhängig von Alter, sozialem oder kulturellem Hintergrund. 2019 waren 114 903 Frauen in Deutschland von häuslicher Gewalt betroffen, 117 starben an den Folgen. Und im Coronajahr 2020 hat häusliche Gewalt noch zugenommen«, sagte Eiler-Haupt. Der Zonta-Club bedauert, dass aufgrund der Corona-Situation keine große Veranstaltung möglich ist und der Club keinen Aktionsstand zur Kam-pagne anbieten kann.

Am Donnerstag werden neben der Johanneskirche aber auch 14 Schaufenster in Gießen erstrahlen, diese sogar bis zum 10. Dezember. »Mit der Kampagne ›Zonta says No‹ zeigen wir seit zehn Jahren rund um den 25. November, dass Zonta nicht wegschaut, sondern Nein sagt zu Gewalt gegen Frauen«, verwies Goubeaud auf die Aktion. Darüber hinaus verfolge Zonta das Ziel, die Umsetzung der Istanbul Konvention voranzutreiben. Dieses Abkommen des Europarats dient der Bekämpfung geschlechtsspezifischer Gewalt. Seit Februar 2018 ist sie in Deutschland geltendes Recht. »Die Umsetzung macht ein Gesamtkonzept erforderlich, das kontinuierlich überprüft und kontrolliert wird. Dafür fehlen bislang jedoch die Strukturen«, sagt Stütz. Daher werde eine bundesweite Koordinierungsstelle angestrebt und dafür wurde eine Unterschriftenaktion gestartet. Am Donnerstag liegen vor der Johanneskirche sowie während des Aktionszeitraums in einigen Geschäften Unterschriftenlisten aus. »Orange ist eine Farbe, die leuchtet. Leuchten soll sie für eine positive Zukunft ohne Gewalt«, wirbt Watz.

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