Wie aus der "Zigeunerin" eine "Sintezza" wurde

Für die Ausstellung "Wie aus der ›Zigeunerin‹ eine ›Sintezza‹ wurde – Frauengeschichten aus der Nachkriegszeit" haben die in Gießen ansässigen Sinti-Familien Fischer und Eckstein ihre Fotoalben geöffnet. Dabei haben sie eindrucksvolle Aufnahmen aus dem Leben von Frauen entdeckt, die vom 25. Februar bis 8. März von 8 bis 18 Uhr im Rathaus präsentiert werden. Dazu lädt das Büro für Frauen und Gleichberechtigung der Stadt im Rahmen des internationalen Frauentages ein.

Für die Ausstellung "Wie aus der ›Zigeunerin‹ eine ›Sintezza‹ wurde – Frauengeschichten aus der Nachkriegszeit" haben die in Gießen ansässigen Sinti-Familien Fischer und Eckstein ihre Fotoalben geöffnet. Dabei haben sie eindrucksvolle Aufnahmen aus dem Leben von Frauen entdeckt, die vom 25. Februar bis 8. März von 8 bis 18 Uhr im Rathaus präsentiert werden. Dazu lädt das Büro für Frauen und Gleichberechtigung der Stadt im Rahmen des internationalen Frauentages ein.

Der Fokus der Ausstellung liegt – das verdeutlicht der Untertitel – auf "Frauengeschichten in der Nachkriegszeit". Die Verfolgung und der Porajmos – das Wort bedeutet "Verschlingen" und steht für den Völkermord an den Sinti und Roma – im Nationalsozialismus markieren eine schmerzhafte Zäsur, welche die Zerstörung der jahrhundertealten Kultur zum Ziel hatte. Die Ausstellung soll zeigen, dass es für die Überlebenden weiterging und dass dies zu einem großen Teil ein Verdienst der Frauen war.

Erst Rathaus, dann Lebenshilfe

Die Eröffnung am Montag, 25. Februar, 17 Uhr, untermalt die deutsche Jazz-Musikerin und Autorin Dotschy Reinhardt mit ihrer Musik. Sie gehört zur Dynastie des weltbekannten Gitarristen Django Reinhardt. Stadträtin Astrid Eibelshäuser wird ein Grußwort überbringen. Anja Sandtner vom Projekt Stadt-Mit-Plan wird in die Ausstellung einführen. Ditanya Stein, Francesco Arman und Dotschy Reinhardt stehen anschließend den Besuchern für Fragen und weitere Informationen zur Verfügung. Ergänzt wird die Schau durch Hintergrundinformationen zur Geschichte und zum Alltag der Sinti. Vom 12. bis 23. März wird "Wie aus der Zigeunerin‹ eine ›Sintezza‹ wurde" dann von 9 bis 18 Uhr in den Räumen der Lebenshilfe (Walltorstraße 3) zu sehen sein.

Zu der Ausstellung werden Führungen am 27. Februar, 6. März und am 8. März jeweils um 17 Uhr angeboten. Führungen für Schulklassen können bei Anja Sandtner, Projekt Stadt-Mit-Plan, Tel. 06 41/9 31 12 94 10, vereinbart werden. Infos unter www.inklusion-giessen.de.

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