Ziel ist die autofreie Innenstadt

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Gießen(pm). Der Grünen-Stadtverband begrüßt das Einrichten der ersten Fahrradstraßen, mahnt aber: "Jetzt muss die Stadt richtig loslegen.".

Vor wenigen Tagen seien mit der Einrichtung von Fahrradstraßen und dem Radstreifen in der Frankfurter Straße langjährige Grüne Forderungen umgesetzt, die auch Eingang in den derzeitigen Koalitionsvertrag mit SPD und CDU gefunden hatten, heißt es in einer Pressemitteilung der Partei. "Das war lange überfällig", kommentiert Michel Zörb, Mitglied im Stadtvorstand. Die Grünen fordern nun, ein zusammenhängendes Netz für klimafreundlichen Verkehr aufzubauen. Dazu gehöre, zwei Spuren des Anlagenrings für den Fahrradverkehr zu reservieren - und eine autofreie Innenstadt. Für Pendler sollen Verbindungen eingerichtet werden, die abseits der großen Verkehrsströme ein schnelles und komfortables Vorankommen mit dem Fahrrad ermöglichen. "Die Achse Bahnhofsbereich - Berliner Platz - THM - Wieseckaue, mit den neuen Fahrradstraßen als Rückgrat, besitzt großes Potenzial", sagt Stadtvorstandsmitglied Jana Widdig. "Der Anschluss an die Lahnstraße mit der Unterführung entlang der Wieseck und den Verlängerungen der Gleisunterführung zum zukünftigen Fernbusbahnhof gehört dazu." In den Blick genommen werden sollten auch Verbindungen aus den Vororten und Nachbarkommunen. Auch für Fußgänger seien schnelle Verbesserungen nötig. Die Sanktionierung des Gehwegparkens und schnellere Ampelschaltungen seien nur ein erster Schritt .

Im ÖPNV forderten die Grünen in ihrem Eckpunktepapier zum Klimaschutz im August 2019 eine Taktverdopplung im Stadtbusverkehr, die Einrichtung von Direktbuslinien sowie einer Regio-S-Bahn ins Umland. Die Einrichtung einer Straßenbahn müsse nach Abschluss der städtischen Prüfung diskutiert werden.

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