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Zehn Jahre Galerie23: Ein Blick in das neue Jubiläumsbuch.

Zehn Jahre inklusive Kunstausstellungen

  • Karola Schepp
    vonKarola Schepp
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Gießen (pm/gl). Zehn Jahre Galerie23: Eigentlich ein guter Grund zu feiern, doch die aktuelle Lage lässt ausschweifende Feste, wie sie sich die Kuratoren der Galerie, Andrea Lührig und Mirko Westermayer, gewünscht hätten, leider nicht zu. Galerie, Besucher und Künstler kommen in diesen Tagen noch nicht zusammen. Mit dem nun erschienen Jubiläumsbuch der Galerie23 wollen die Kuratoren und die Lebenshilfe Gießen als Herausgeber diese bewegten Jahre dennoch gebührend würdigen.

Für Künstler mit und ohne Handicap

Auf 120 Seiten zeigt die Publikation den Werdegang der Galerie in Bild und Text. Künstler, Besucher, Förderer und Wegbegleiter der Galerie kommen in dieser Dokumentation zu Wort. Und auch Gießens Kulturamtsleiter Dr. Stefan Neubacher beteiligte sich mit einem gemeinsamen Interview mit den Kuratoren der Galerie.

Ein kurzer historischer Überblick: Die Geschichte der Galerie begann 2011 mit großzügiger Unterstützung von Werner Faber, der die ersten Räumlichkeiten in der Ludwigstraße kostenfrei zur Verfügung stellte. Als Kunstliebhaber und -sammler war er 2010 auf die Werke der Atelier23-Künstler aufmerksam geworden und stellte der Lebenshilfe Gießen den Ausstellungsraum in der Ludwigstrasse 51 kostenfrei zur Verfügung. Dort hatte zuvor seit 1997 Dietgard Wosimsky ihre Galerie geleitet, deren Name »Galerie am Bahndamm« wurde zunächst übernommen. Unter dem Namen »Galerie am Bahndamm« entwickelte sich die Galerie der Lebenshilfe schnell zu einem Ausstellungsraum, der auch jungen und regionalen Künstler attraktive Präsentationsmöglichkeiten bot. Dabei waren die Ausstellungen selbstverständlich von Anfang an inklusiv, mit Kunstwerken von Künstlern mit und ohne Handicap. Die Leitung und Organisation der Galerie obliegt den Kuratoren Andrea Lührig und Mirko Westermayer.

Nach einem kurzen Ausflug der Galerie zur Landesgartenschau 2014 in die Neustadt fand die Galerie im Juni 2016 an ihrem heutigen Standort im Seltersweg 55 ihr neues Zuhause und nennt sich seitdem Galerie 23. Die beiden Gewölberäume neben dem Ulenspiegel bieten mit ihren 230 Quadratmetern vielfältige Möglichkeiten. So beherbergt die Galerie23 auch einen Verkaufsraum, in dem unabhängig von den Werken der wechselnden Ausstellungen, Druckgrafiken und allerlei Kunstvolles aus dem Atelier23 und befreundeter Künstler angeboten werden - allerdings ist das derzeit wegen der Pandemie kaum möglich.

Die historischen Gewölberäume im Seltersweg 55 haben seit 2016 zahlreiche Kunstwerke beherbergt und warten nun darauf, wieder Besucher zu empfangen. Die nächsten Ausstellungen sind bereits in Planung und das gesamte Team der Galerie freut sich schon jetzt, hoffentlich bald wieder loslegen zu können, wie Andrea Lührig und Mirko Westermayer betonen.

Bis dahin lohnt sich neben dem Jubiläumsbuch auch der Blick auf die Online-Ausstellung »Couragiert unkuragiert« der Galerie23, die beständig wächst und online unter atelier23-giessen.de/index.php einsehbar ist. Hier kann man Werke unterschiedlichster Künstler - von Birgit Gigler über Sahin Celikten bis zu Lena Kasperski, Jonas Fahrenberger oder Ingke Günther - entdecken und sogar kaufen.

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