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Der Teich in Rödgen soll eingezäunt werden, um Unfälle zu verhindern.

Zaun soll Sicherheit gewähren

  • VonKlaus-Dieter Jung
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Gießen-Rödgen (rc). Die Themen Teich hinter dem Feuerwehrgerätehaus und der Bericht über den Fortschritt der Kanalsanierung bildeten die Schwerpunkte der Sitzung des Ortsbeirates Rödgen am Dienstagabend.

Der Schlamm im Feuerlöschteich sei nicht einfach zu entsorgen, meinte der Leiter des Gartenamtes, Thomas Röhmel. Für das Verbringen entstünden erhebliche Kosten, das Material könne nicht einfach so abgelagert werden, es enthalte Chemikalien in den Algen. Dafür gebe es gewisse Vorgaben. Zur Historie berichtete er, der Teich sei ursprünglich am Überlaufen gewesen, verursacht durch Pflanzenbewuchs. »Wir werden das im Auge haben, dass das nicht mehr passieren kann«, sicherte Röhmel zu.

»Wir haben Angst, dass uns der Teich weggenommen wird«, befürchtete Jürgen Theiß (FW). Dr. Martin de Jong sprach sich dafür aus, den Teich zu erhalten, und regte an, Bäume auf Stock zu setzen, weil sie Laub abwerfen und das Wasser verschmutzen. Röhmel erklärte, der Ortsbeirat müsse dazu einen Antrag stellen und der Naturschutzbeirat einbezogen werden. Aus Sicherheitsgründen wolle die Stadt den Teich einzäunen, Röhmel verwies dazu auf die Verurteilung des Bürgermeisters im nordhessischen Neukirchen wegen zwei ertrunkener Kinder in einem Teich vor fünf Jahren. Ein Zaun mit einer Höhe von 1,50 Meter solle »den leichten Zugang« verhindern. Ob der Teich ein Feuerlöschteich sei oder nicht, spiele dabei keine Rolle.

Bei dem Teich sei es nie um eine Grundwasserbelastung gegangen, sondern um die Schlammanalyse, stellte Röhmel klar. Im Moment sei keine Notwendigkeit der Entschlammung gegeben, ein Umkippen sei nicht zu beobachten.

»Wenn Sie uns zusichern, der Teich bleibt, ist für Rödgen die Welt ein bisschen in Ordnung«, sagte Jürgen Theiß zum Amtsleiter. Bislang wird das Gelände von einem älteren Rödgener gepflegt. Wenn dieser nicht mehr dazu in der Lage ist, übernimmt das Gartenamt diese Aufgabe. Der Amtsleiter verwies auf große personelle Probleme im Gartenamt. Durch neue Stellenbesetzungen werde der Arbeitsstau abgearbeitet.

Der Betriebsleiter der Mittelhessischen Wasserbetriebe (MWB), Clemens Abel, berichtete über die Inspektion von Grundstücken. Von den vier Bereichen seien zwei abgearbeitet, einer sei in Bearbeitung. Zu dem letzten Bereich findet am 7. Oktober eine Info-Veranstaltung statt. Nach dem Hessischen Wassergesetz haben die Kommunen die Aufgabe, auch für die ordnungsgemäßen privaten Grundstückskanäle zu sorgen, erläuterte Abel zu den verärgerten Reaktionen der Hauseigentümer. Er sprach im Zusammenhang mit älteren Gebäuden auch davon, dass es beim Wasserrecht keinen Bestandsschutz gibt. Bürger hätten auch mit Verständnis auf die notwendigen Sanierungen reagiert, freute sich Abel. Die Leiterin der MWB Grundstücksentwässerung, Daniela Muhly, sprach von relativ hohen Sanierungsanteilen bei den Inspektionen und bezifferte sie auf 70 bis 80 Prozent der untersuchten Grundstücke. Die Sanierungen umfassten kleinere Maßnahmen, aber auch größere. Das sei ganz individuell und müsse auch so betrachtet werden. Das ist Gegenstand der Beratungsgespräche, die kostenlos sind. Muhly sprach zwar auch von »verständlicher Unruhe«, meinte aber, »in der Regel werden aber ganz pragmatische Lösungen gefunden«. Die Betroffenen sollten bei Fragen und Verständnisproblemen anrufen, bot die Expertin an.

Parkstreifen für Autos abgelehnt

Bündnis90/Die Grünen scheiterten mit ihrem Ansinnen, im gesamten Stadtteil die für das Parken von Autos am Straßenrand geeigneten Straßenrandabschnitte zu markieren.

Der Magistrat soll die für das Baugebiet »In der Roos« vorgesehene Entwässerungsplanung im Hinblick auf Starkregenereignisse darlegen, beschloss das Gremium auf Antrag der Grünen.

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