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Auch auf die Zahnbürste kommt es an. (dpa)

Zähneputzen - Wie geht das?

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Gießen (pm). Zähneputzen ist heute für jeden eine Selbstverständlichkeit. Trotzdem beklagt der Europäische Dachverband der parodontologischen Fachgesellschaften (European Federation of Periodontology, EFP) die hohen Krankheitsraten, die auf Mängel in der täglichen Mundhygiene zurückgehen. Tatsächlich gehören Erkrankungen der Zähne und des Zahnhalteapparates zu den häufigsten Krankheiten weltweit. Das Institut für Medizinische Psychologie (IMP) der Justus-Liebig-Universität verfolgt das Ziel, die Mundgesundheit in der Bevölkerung zu verbessern. Eine Arbeitsgruppe unter der Leitung der Psychologin Prof. Dr. Renate Deinzer beschäftigt sich in Zusammenarbeit mit Kollegen aus der Zahnmedizin und anderen Fachdisziplinen mit Fragestellungen rund ums Zähneputzen. Für weitere Studien werden nun interessierte Familien gesucht.

Wissenschaftler auf der ganzen Welt setzen sich damit auseinander, wie sich Neuerkrankungen im Mund vermeiden lassen. Umso erstaunlicher ist es, dass sich zum Thema Zähneputzen wenig Allgemeingültiges formulieren lässt. Es ist zwar bekannt, dass die weite Verbreitung von Fluoridierungsmaßnahmen - insbesondere die Anwendung von fluoridierten Zahnpasten - dazu beigetragen hat, den Kariesbefall deutlich zu senken. Darüber hinaus besteht jedoch wenig Einigkeit darüber, wie eine effektive Mundhygiene aussehen sollte. Genau diese wäre jedoch notwendig, um Empfehlungen aussprechen zu können, die tatsächlich ihr Ziel erreichen.

"Ein gesunder Mund ist nie nur eine Frage der körperlichen Verfassung. Oft sind psychologische und soziale Faktoren bedeutsam. Im Falle des Zähneputzens spielen sogar motorische Fertigkeiten eine Rolle", betont Deinzer. Genau diese Fertigkeiten müssten erlernt werden. Doch auch darüber wisse man zu wenig. Ihre Arbeitsgruppe widmet sich in einer Studie gezielt der Frage: Wie erlernen Kinder das Zähneputzen?

Für diese Studie sucht das IMP 10- oder 16-Jährige, die - gemeinsam mit einem Elternteil - bereit sind, sich einmalig im Labor die Zähne zu putzen. Die Studienteilnahme wird mit 50 Euro pro Familie vergütet. Die Studie beginnt sofort. Anmeldung sind unter 0641/9945657 oder 0151/29262259 möglich.

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