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Moderatorin Bärbel Schäfer wird in der Jury des Gründerwochenendes sitzen. ARCHIVFOTO: DPA

Workshop für Unternehmertum

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Gießen (pm). Events haben es schwer in Pandemie-Zeiten. Konzerte funktionieren online nicht und auch die Mitgliederversammlung im Verein hat ohne die übliche Geselligkeit einen faden Beigeschmack. Von persönlicher Interaktion lebt eigentlich auch das jährliche Start-up Weekend Mittelhessen, das unter der Obhut des Regionalmanagements die Gründerszene der Region seit 2016 vernetzt und mit innovativen Ideen befruchtet.

Ende Mai ist es wieder so weit, es wird erneut Keynotes rund ums Gründen, Workshops mit Experten und Pitches - also kurze Vorträge der eigenen Geschäftsidee - geben, natürlich alles wieder online. Aber im Gegensatz zu 2020, als das Format kurzfristig in einer Hauruck-Aktion ins Web portiert werden musste, steuert das Organisationsteam um Benjamin Stuchly, Ökosystemmanager für Digital, Gründung und Innovation beim Regionalmanagement Mittelhessen, der Veranstaltung vom 28. bis 30. Mai selbstbewusst und »mit dem größten Rahmenprogramm in der Geschichte des Start-up Weekends« entgegen.

»Mehr als 20 Persönlichkeiten aus der regionalen und überregionalen Gründungsszene helfen unseren Teilnehmenden 2021 bei der Entwicklung ihrer Geschäftsidee«, sagt Stuchly. Darunter seien auch Größen wie die Maschmeyer Group um den bekannten Investor und Gründercoach Carsten Maschmeyer. »Das Start-up Weekend lebt von der Zusammenarbeit der Teams mit dem Ziel die eigene Idee gemeinsam zum Erfolg zu tragen.« Dieses Konzept ist auch im vergangenen Jahr online erfolgreich gewesen - für Stuchly auch ein Beweis, dass es vor allem die sich an diesem Gründer-Wochenende bildenden Netzwerke sind, die den Unterschied ausmachen.

Manchmal hätten Teilnehmenden Monate nach dem Event mit ihrer Geschäftsidee ein konkretes Problem, in der sie spezielle Hilfe benötigten. »Dann profitieren Sie enorm von den Expertenkontakte, die sie während unseres Start-up Weekend geknüpft haben.«

Dennoch stelle das »Remotezeitalter« die Gründer vor allem beim Pitchen vor völlig neue Herausforderung, erläutert der Ökosystemmanager: »Das unterscheidet sich gravierend von den persönlichen Formaten.« Um potenzielle Partner oder Investoren zu überzeugen, bräuchten Gründende nun noch stärke Argumente und eine saubere Vorbereitung, »weil der zwischenmenschliche Aspekt viel schwerer zu transportieren ist«.

Umso wichtiger sei es, dem unternehmerischen Nachwuchs Formate anzubieten, um sich weiterzuentwickeln. Egal ob online oder offline: »Gerade die interaktiven Formate kommen leider in der aktuellen Zeit viel zu kurz«, betont Stuchly.

Während die Maschmeyer Group sich am Pitch-Training beteiligen wird, kommt die zentrale Keynote in diesem Jahr von Magdalena Pusch, Co-Gründerin und CMO des Berliner Marketing-Start-ups Framen - vor Kurzem übernommen vom Axel-Springer-Verlag. Pusch hat Erfahrung mit der mittelhessischen Startup-Szene, war sie doch selbst von 2016 bis 2018 an der Organisation des Start-up Weekend beteiligt.

Sich nicht entmutigen lassen

In der Jury sitzt 2021 die Journalistin und Autorin Bärbel Schäfer, die auch außerhalb der Gründerszene mit ihren TV-Talkformaten und Radioshows bekannt ist. Unterstützung kommt zudem von heimischen ehemaligen Startups wie dem Logistik-Spezialisten weLOG aus Wetzlar, die allen Teilnehmenden eine »Überraschungsbox« bereitstellen wird. »Wir sind begeistert von der Vielzahl und Qualität der Ideen der Jungunternehmer in unserer Heimat und glauben an deren Leistungsstärke«, sagt weLOG-Geschäftsführer Manuel Rupp.

Im vergangenen Jahr hatten sich acht Teams mit annähernd 70 Gründungs-Interessierten am Start-up Weekend beteiligt. Sieger war die Strohpellet-Idee von »Strellets« mit Florian Schäfer und Swen Ciupke. Ein Fazit damals: Auch Krisen wie die derzeitige Pandemie gehen irgendwann vorbei. Wichtig sei es, sich nicht entmutigen zu lassen und den Blick nach vorne zu richten,

Link mit Anmeldung: https://www.startup-weekend-mittelhessen.de

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