Tim Wolff im Kunstverein

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Gießen (pm). Die Türen der Kulturstätten müssen bis mindestens zum 14. Februar geschlossen bleiben. Aber der Neue Kunstverein macht weiter und zeigt, dass aller Einschränkungen zum Trotz Kunst und Kultur stattfinden kann. Die Mitglieder werden weiterhin die geplanten Ausstellungen im Kunstverein umsetzen und sie für Besucher durch die weite Fensterfront des Kunstkiosks am Alten Friedhof erlebbar machen.

Vom 23. Januar bis 6. März ist Tim Wolff mit seiner Einzelausstellung »Level of Impact« zu Gast im Kunstverein. Am 6. Februar wird es online eine Vernissage mit der Vorstellung der Edition geben sowie ein Künstlergespräch am 20. Februar, jeweils um 18 Uhr. Beides ist abrufbar auf www.kunstverein-giessen.de.

Der 1972 in Rumänien geborene Tim Wolff befasst sich in seinen Arbeiten mit der Dynamik sozialer und politischer Strukturen in Großstädten. In seinen Zeichnungen, Installationen und Videos erforscht der in Berlin und Wien lebende Künstler die Beziehungen zwischen dem Individuum und der Gruppe im ständig wechselnden urbanen Umfeld, gekennzeichnet durch Lärm, Unordnung und Verwirrung. In seinen Videoarbeiten nutzt er den Rhythmus des Moments und des Ortes als strukturierendes und organisierendes Mittel und erleichtert so ein Verstehen der Realität. Durch die Verwendung des Originaltons wird das Lebensgefühl direkt erlebbar. Die im Kunstverein gezeigten Arbeiten entstanden bei Studienaufenthalten 2015 und kurz vor der Wahl von Trump zum Präsidenten 2016 in den USA.

In seinen Zeichnungen wird der Rhythmus im kreativen Prozess sichtbar. Die im Kunstverein gezeigten Blätter nehmen die Allgegenwärtigkeit der Linie als Kristallisationspunkt auf, aber auch die Dynamik, die uns durch Trump und Corona begegnet.

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