2021 sollen hier die ersten Mieter einziehen. FOTO: EP
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2021 sollen hier die ersten Mieter einziehen. FOTO: EP

Wohnungen am US-Depot wachsen weiter

  • Christoph Hoffmann
    vonChristoph Hoffmann
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Gießen(chh) Der Gießener Osten entwickelt sich mehr und mehr zu einer neuen Siedlung der Stadt. Auf dem insgesamt 110 Hektar großen Gelände des einstigen US-Depots wachsen weiterhin neue Wohngebäude in die Höhe. 470 Einheiten sollen es am Ende sein. Am Freitag hat die Nassauische Heimstätte auf dem Areal "Am Alten Flughafen" Richtfest für ihre 140 Wohnungen gefeiert. Die Unternehmensgruppe hat die Einheiten schlüsselfertig von der Revikon GmbH gekauft. Grundsteinlegung war im August 2019, die Fertigstellung ist für den Sommer 2021 geplant.

Welche Bedeutung dieses Projekts sowohl für die Stadt Gießen als auch das Land Hessen hat, zeigte sich an der Liste der Gastredner. Neben NHW-Geschäftsführer Dr. Constantin Westphal und Revikon-Chef Daniel Beitlich waren auch Gießens Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz sowie Hessens Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir in die Rödgener Straße gekommen. Letzterer sprach von einem "vorbildlichen und innovativen Projekt, das es in dieser Form hessenweit kein zweites mal gebe. Al-Wazir nannte als Belege die gelungene Konversion der einstigen Militärfläche, wodurch Wohnraum entstehe, ohne Flächen auf der "grünen Wiese" zu versiegeln. Auch die ökologische Komponente hob er hervor und nannte als Beispiel das hier praktizierte Mieterstrommodell. Vor allem aber lobte der Minister die soziale Komponente. Denn von den 140 Wohnungen sollen 38 gefördert vermietet werden. Außerdem entsteht eine Kita mit 70 Plätzen und ein Familienzentrum, die von der Lebenshilfe betrieben werden. Eine inklusive WG ist ebenfalls geplant.

Oberbürgermeisterin Grabe-Bolz lobte das "atemberaubende Tempo", das Beitlich an den Tag gelegt hätte. Der Revikon-Chef gab das Lob an sein Team weiter und hob das große Vertrauen hervor, von dem die Zusammenarbeit geprägt gewesen sei.

Zum Abschluss erinnerte die Oberbürgermeisterin an die bewegte Geschichte des US-Depots und betonte: "Früher war das hier eine No-go-Area, die hinter Zäunen versteckt war. Jetzt bekommt Gießen einen Teil der Stadt zurück."

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