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So könnte es aussehen: Ein erster Entwurf für das gemeinschaftsorientierte Wohnprojekt auf dem Motorpool-Gelände liegt vor. Foto: Feldmann-Architekten

Wohnen in Gemeinschaft

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Gießen (pm). Die Lebenshilfe Gießen will die Themen Inklusion und Teilhabe von Menschen mit Behinderung gesellschaftlich weiter voranbringen. Nicht nur theoretisch, sondern vor allem auch praktisch. Deshalb möchte sich das gemeinnützige Unternehmen mit eigenen Ideen an einem der bekanntesten städtebaulichen Projekte der nächsten Zeit beteiligen : Im künftigen Ost-Gießener Wohnquartier »Philosophenhöhe« auf dem sogenannten Motorpool-Areal.

Für dieses Vorhaben sucht sie aktuell noch Mitstreiter.

Worum es dabei geht, erläutert Dirk Oßwald (Vorstand Lebenshilfe Gießen): »Eine mittlerweile breite Strömung in der Gesellschaft denkt Wohnen neu. Ziel ist oft nicht mehr der Erwerb von Eigentum in Form beispielsweise eines Reihenhauses, im Fokus stehen vielmehr das Wohnen und Zusammenleben mit anderen.« Auch von Menschen mit Handicap werde diese Wohnform zunehmend nachgefragt. Im Vorhaben der Stadt Gießen, auf der Philosophenhöhe gemeinschaftsorientierte Wohnprojekte anzusiedeln, sehe die Lebenshilfe nun eine große Chance.

Nach Angaben von Christine Hasenauer, Lebenshilfe-Bereichsleitung Wohnen, soll ein inklusiv ausgerichtetes Wohnangebot geschaffen werden, bei dem sich Menschen mit und ohne Behinderung als eine Hausgemeinschaft betrachten - und das Miteinander sowie die gegenseitige Unterstützung im Mittelpunkt stehen. Als zweite Säule des neuen Wohnkonzeptes sei der Einsatz unterschiedlicher, technischer Unterstützungssysteme geplant, die nicht nur den Bewohnern mit Handicap, sondern beispielsweise auch älteren Personen zugutekämen.

Ideen erwünscht

Die Lebenshilfe sucht nun Interessenten, die sich ein Wohnen jenseits anonymer Nachbarschaften wünschen. Sie sollen bereits bei der konzeptionellen Entwicklung mitwirken, sagt David Schwarzer, bei der Lebenshilfe Gießen zuständig für inklusive Wohnformen. Das gemeinschaftsorientierte Wohnkonzept soll mit Hilfe eines Investors verwirklicht werden.

Erste architektonische Entwürfe für ein dreietagiges Haus für bis zu 35 Personen liegen vor. Geplant sind unterschiedliche Wohnungszuschnitte, die verschiedenen Anforderungen gerecht werden sollen. Dem Gemeinschaftsgedanken werde in Form von Gemeinschaftsräumen und Einrichtungen Rechnung getragen.

Personen, die sich für das gemeinschaftsorientierte Wohnprojekt der Lebenshilfe Gießen interessieren und sich frühzeitig an den konzeptionellen Überlegungen beteiligen möchten, können sich an David Schwarzer (E-Mail: d.schwarzer@wohnen-lhgi.de, Tel.: 0641/94 82 744-103) wenden.

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