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Wohnen in Gießen: "Kickoff" für Neubau-Offensive im Flussstraßenviertel

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In der Gießener Fuldastraße hat die Wohnbau jetzt das erste Richtfest eines Neubaus im Flussstraßenviertel gefeiert. 50 Prozent der 400 geplanten Wohnungen sind bereits konzipiert.

Über zweieinhalb Jahre ist es jetzt her, dass sich SPD, CDU und Grüne bei der Bildung der neuen Stadtkoalition darauf geeinigt hatten, 400 zusätzliche Sozialwohnungen zu errichten. Die werden bis zum Ende der Wahlperiode mit Sicherheit nicht alle gebaut sein, aber der Planungsstau löst sich mittlerweile Projekt für Projekt auf. "Endlich wird sichtbar, was wir schon lange besprechen", sagte Wohnbau-Chef Reinhard Thies am Freitag beim Richtfest-"Kickoff" im Flussstraßenviertel.

Zwei große Wohnhäuser mit zusammen 24 Wohnungen sind in den letzten Monaten in der Fuldastraße 6-8 in die Höhe gewachsen, in Kürze wird auf dem Nachbargrundstück mit dem Bau von weiteren 16 Wohnungen begonnen. "50 Prozent der 400 Wohnungen sind im Moment konzipiert", zog Thies mit Blick auf die weiteren Projekte eine Zwischenbilanz der Neubau-Offensive, was zusätzliche Wohnungen betrifft.

Gebaut wird derzeit in der Henriette-Fürth-Straße (16 Wohnungen), im Wohngebiet "Am Alten Flughafen" ist mittlerweile das Baufeld für die 50 Sozialwohnungen, die ebenfalls die Wohnbau erstellen wird, bereitet. Wohl noch etwas länger wird es dauern, bis die Wohnbau auf dem früheren Motorpool-Areal an der Grünberger Straße mit dem Bau von weiteren 105 Wohnungen beginnen kann. Man zusammen mit den Fuldastraße-Projekten gut 200 Wohnungen.

Mehr Wohnungen in Weserstraße

Dagegen wird es im übrigen Flussstraßenviertel im Rahmen der Umsetzung eines Gesamtkonzepts hauptsächlich darum gehen, den Altbestand durch moderne Wohnungen zu ersetzen. Dabei helfen auch die Neubauten in der Fuldastraße, die Mietern aus der von der Umstrukturierung betroffenen Werrastraße als "Ersatzwohnungen" angeboten werden sollen. "Insofern ist das hier auch ein Vorlauf für die Umsetzung unserer Pläne für das Flussstraßenviertel", sagte Thies.

Neuigkeiten gab es auch zu dem Projekt in der Weserstraße, das durch den Rückzug der Lebenshilfe, die dort ein Beratungs- und Begegnungszentrum errichten wollte, etwas ins Stocken geraten war. Wohnbau-Prokuristin Sabina Germeroth geht davon aus, dass dort jetzt statt gut 20 bis zu 40 Wohnungen gebaut werden können.

Mieten bei 6,50 Euro gedeckelt

Auch Oberbürgermeisterin und Wohnbau-Aufsichtsratsvorsitzende Dietlind Grabe-Bolz freute sich über den Baufortschritt in der Fuldastraße: "Das zeigt, dass wir es ernst meinen mit der Umsetzung unseres Wohnraumversorgungskonzeptes." Für die engagierte Mitarbeit am Umbau des Flussstraßenviertels dankte sie den anwesenden Vertretern des Runden Tischs, der Mieterräte und des Quartiersmanagements sowie Architekten und Handwerkern.

Finanziert werden die bis Ende des Jahres bezugsfertigen Neubauten durch Geld vom Land, der KfW und der Stadt sowie Eigenkapital der Wohnbau. Auch in der Fuldastraße 6-8 sollen die Mieten künftig bei 6,50 Euro gedeckelt bleiben. "Die Sozialstruktur im Flussstraßenviertel bleibt erhalten", betonte die Wohnbau.

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