Wohlfühl-Trainingsort und Treffpunkt

Gießen (ina). Entsteht in der Dulles-Siedlung ein integratives Sportcenter für Behinderte und nicht Behinderte? Die Idee von Theo Strippel stößt jedenfalls auf reges Interesse. Das zeigte sich am Samstagnachmittag: 80 Besucher - darunter auch Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz - kamen in das Vereinsheim des Athletik-Clubs Eulenkopf, dessen Erster Vorsitzender Strippel ist.

Das bundesweit einzigartige Projekt wird von der Wohnbau-Genossenschaft unterstützt, die dafür die frühere Turnhalle der US-Schule zur Verfügung stellt.

Der Powerlifting-Weltmeister und -Trainer erzählte, die Idee zu dem Vorhaben sei ihm gekommen, als er versucht habe, in den üblichen Fitnessstudios zu trainieren. Mit seinem Rollstuhl sei er auf zahlreiche Barrieren gestoßen; vor allem unzureichende Sanitäranlagen seien ein großes Problem. In dem integrativen Sportzentrum sollten alle trainieren und sich wohlfühlen können. Durch ein Bistro solle das Sportzentrum zugleich ein Treffpunkt sein und neben der Gesundheitsförderung auch der sozialen Integration dienen. Da die Verwirklichung für ihn alleine nicht machbar sei, wolle er eine Genossenschaft ins Leben rufen.

Volkmar Kaiser, Experte für Genossenschaftsgründungen, informierte über diese Wirtschaftsform. Er betonte das überschaubare Risiko für die Mitglieder und die demokratischen Strukturen innerhalb der Genossenschaft. Mitglieder sollen durch den Erwerb eines Geschäftsanteils Privilegien wie günstiges Training und Mitbestimmungsrecht erhalten.

Konkrete Details wie die Höhe des Geschäftsanteils oder die Einführung eines Familientickets sollen in der Gründungsversammlung festgelegt werden. Sie findet voraussichtlich im Februar statt. Bis dahin suchen die Initiatoren weitere Unterstützer.

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