Lässt sich so entspannt befahren, wie sie aussieht - die Goethestraße. FOTO: SEG
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Lässt sich so entspannt befahren, wie sie aussieht - die Goethestraße. FOTO: SEG

Die wohl schnellste Ampel der Stadt

  • vonSebastian Schmidt
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Los geht die kleine Rad-Exkursion um 12 Uhr an der Ecke Gnauthstraße/Goethestraße. Wenn man dort vom Schiffenberger Weg ankommt, kann man sich freuen. Nach dem Stress auf der viel befahrenen Straße, wo der Fahrradweg vor den Gleisen im Nichts verschwindet, ist die Fahrt auf der Fahrradstraße pure Entspannung. Eine breite Spur und wenig Autoverkehr sind ideal zum Radeln.

Schon wenige Meter nach dem Start gelangt man an die Kreuzung zur Stephanstraße. Hier hat man zwar Vorfahrt, aber da die Kreuzung oft zugeparkt ist und einen Autos nicht gut sehen, fährt man besser langsam. Vor der Vanilla Bar sind um diese Uhrzeit schon viele Tische besetzt. Die Gäste essen zu Mittag oder ein spätes Frühstück.

Auf der rechten Seite zieht als nächstes das Uni-Hauptgebäude an einem vorbei und man trifft auf die Ampel an der Kreuzung zur Ludwigstraße. Der Kiosk Marbobo hat erst vor wenigen Minuten geöffnet, und so ist es noch recht ruhig. Lange Zeit zum Beobachten des Geschehens hat man aber nicht. Die Ampel ist die wohl schnellste in ganz Gießen. Nur wenige Sekunden nach dem Drücken auf den Knopf wird sie Grün.

Als nächstes passiert man die Kreuzung mit der Löberstraße. Jetzt sollte man seinen Blick aber nicht zu lange auf der gemächlich dahinfließenden Wieseck ruhen lassen. Denn erstens gilt an der folgenden Kreuzung zur Lonystraße rechts vor links. Zweitens ist an dieser Ecke - zumindest gefühlt - der meiste Autoverkehr auf der Fahrradstraße. Und drittens ist die Lonystraße durch Teile des Wieseck-Dschungels überhaupt nicht einsehbar.

Wenige Meter später, an der Kreuzung zur Südanlage, endet der ganze Spaß leider schon. Wenn man nur zu den Fahrradständern am Ende der Goethestraße hinter der Kreuzung muss, hat man eine entspannte Fahrt hinter sich. Aber schon die Johannesstraße hat nicht einmal einen Fahrradweg in dieser Fahrtrichtung. Über die Südanlage muss man erst gar nicht sprechen.

In 10 Minuten auf der Fahrradstraße konnte man übrigens feststellen, dass auf vier Autos 16 Zweiräder kamen. Von den Radfahrern trugen nur neun einen Helm - ausnahmslos Jugendliche und alte Menschen. (seg)

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