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Der Gartenschläfer erwacht jetzt aus dem Winterschlaf, die Art ist allerdings sehr selten geworden .

Wo gibt es noch Gartenschläfer?

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Gießen/Frankfurt (pm). Wenn die Gartenschläfer aus dem Winterschlaf erwachen, stehen die Naturschützer des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und die Forscher der Justus-Liebig-Universität Gießen und der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung schon bereit: Sie starten wieder ihre Suche nach den Ursachen, warum die kleinen Schlafmäuse vielerorts in Deutschland verschwinden.

Das Projekt »Spurensuche Gartenschläfer« wird im Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesumweltministeriums gefördert.

Ein erstes Geheimnis rund um den bislang kaum erforschten Gartenschläfer konnte das Projektteam bereits lüften: Noch gibt es deutliche Hotspots in der Verbreitung der Art: In Hessen, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen gelangen in den letzten zwei Jahren zahlreiche Nachweise. »Es ist toll, dass es bei uns in Hessen besonders im Rhein-Main-Gebiet noch vergleichsweise viele Gartenschläfer gibt«, freut sich Susanne Steib, Projektkoordinatorin beim BUND Hessen. »Die Forschung in Hessen leistet einen wichtigen Beitrag zum Verständnis der Lebensweise des Gartenschläfers und folglich auch zur Erarbeitung von Schutzmaßnahmen.«

In diesem Jahr rücken die Naturschützer und Forscher in diesem Jahr die Lücken und weißen Flecken auf der Gartenschläfer-Verbreitungskarte in den Fokus. Auch in Hessen sind wieder viele ehrenamtlich Aktive mit dabei, die das Projekt als Citizen Scientists unterstützen oder Hinweise auf www.gartenschlaefer.de eintragen.

Seit dem Projektstart konnten mit ihrer Hilfe schon mehr als 4000 Hinweise aus dem Bundesgebiet zusammengetragen werden. »Jetzt wollen wir gemeinsam herausfinden, ob wir einer ›Verinselung‹ der Lebensräume auf der Spur sind. Wenn diese voneinander isoliert sind, können lokale Veränderungen ganze Bestände gefährden«, so Steib. »Vielleicht bietet die Vernetzung von Lebensräumen eine Chance, den Gartenschläfer vor dem Aussterben zu bewahren.«

Im Projekt »Spurensuche Gartenschläfer« soll noch in diesem Jahr ein Konzept praktischer Schutzmaßnahmen entwickelt und mit dessen Umsetzung begonnen werden. Wer einen Gartenschläfer hört oder sieht, kann dies melden - gerne mit Foto oder Audioaufnahme des Handys- auf www.gartenschlaefer.de.

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