+
Die Betonfahrbahnen der Bushaltestellen sind bereits gegossen. Foto: Schepp

Gießen-Verkehr

Wird Neustadt in Gießen vor Weihnachten geöffnet?

  • schließen

Das Gießener Tiefbauamt drückt bei der Baustelle in der Neustadt aufs Tempo. Eventuell soll die Straße vor Weihnachten wieder freigegeben werden.

Gießen(mö). Für die leidgeprüften Anwohner und Geschäftsinhaber in der Neustadt gibt es gute und schlechte Nachrichten. Die schlechte ist erwartungsgemäß die, dass die Straße für die Allgemeinheit auch fast die ganze Adventszeit über gesperrt bleibt. Die gute Nachricht: Falls das Wetter mitspielt, kann die Neustadt ab kommenden Samstag von Anliegern befahren werden und in der Woche vor Weihnachten dann auch für alle freigegeben werden.

Asphaltarbeiten

Dies hat das Tiefbauamt soeben den Anwohnern und Geschäftstreibenden in einer Rundmail mitgeteilt. Demnach sollen ab Montag die Asphaltierungsarbeiten stattfinden, nachdem in den letzten Wochen die Betonfahrbahnen der beiden Bushaltestellen gegossen worden waren. Bauleiter Hendryk Gaidis schränkt allerdings ein, dass es für diese Arbeiten nicht zu kalt und nass sein darf. "Regen oder Temperaturen unter fünf Grad können dies Arbeiten ganz oder teilweise verhindern", teilte der Mitarbeiter des Tiefbauamts mit. Vom Asphaleinbau hänge es auch ab, ob die Arbeiten vor Weihnachten abgeschlossen werden können. Abzuwarten bleibt, ob die Stadt dann auch noch in diesem Jahr den angekündigten Verkehrsversuch mit einer Einbahnstraßenregelung für die Neustadt und die unter Bahnhofstraße startet.

Bei dem Projekt waren im Oktober Verzögerungen eingetreten, nachdem direkt unter der Straßenoberfläche umfangreiche Reste von alten Mauern aufgetaucht waren. Dies zog eine archäologische Baubegleitung nach sich, die nicht nur zu einer Verzögerung, sondern auch zu Mehrkosten geführt hat. Daher muss das Stadtparlament im Dezember eine überplanmäßige Ausgabe in Höhe von 80 000 Euro bewilligen. "Umfang und Ausprägung" der wohl stadtgeschichtlich bedeutsamen Funde seien "unvorhersehbar" gewesen, heißt es in der Begründung. Dieser Einschätzung hatte die Hessen Archäologie bei einem Ortstermin im Oktober widersprochen. Verzögerung und Mehkosten hätten sich sich vermeiden lassen, wenn die Landesdenkmalpflege bereits vor Beginn der Arbeiten in die Abläufe einbezogen worden wäre und nicht erst nach dem ersten Fund, erklärte Bezirksdenkmalpflegerin Dr. Sandra Sosnowski.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare