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In zwei Jahren feiert der Gießener Run’n’Roll for Help ein Jubiläum. Am Sonntag startet nämlich - wieder eingeschränkt durch Corona - der inzwischen 23. Benefizlauf durch die Stadt. Oben ist ein Bild von 2009 zu sehen. ARCHIVFOTO: HF

Wieder mehr Wettbewerbs-Feeling

  • Daniel Beise
    VonDaniel Beise
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Der Gießener Benefizlauf Run’n’Roll for Help geht nun schon ins 23. Jahr - und ins zweite Jahr eingeschränkt wegen Corona. Doch etwas mehr Wettbewerb ist diesmal wieder möglich, sagt Initiatorin Tina Gorschlüter.

Konnten vergangenes Jahr allenfalls Zweier- oder Dreiergruppen am virtuell organisierten Gießener Benefiz-Stadtlauf teilnehmen, sind es dieses Jahr zumindest wieder kleinere Gruppen, die beim Run’n’Roll for Help joggen oder walken. Coronabedingt ist auch dieses Jahr kein gemeinsamer Lauf möglich, der traditionell an das Stadtfest-Wochenende angedockt ist. So erstreckt sich das Sportevent über vier Wochen: vom 22. August bis 19. September.

»Ein bisschen sportlicher Wettbewerb kommt aber tatsächlich wieder auf«, sagt Tina Gorschlüter von der Lebenshilfe Gießen, die den Lauf zusammen mit Anneke Heidmann von der Aidshilfe organisiert. Läufer können diesmal nämlich ihre Zeit für ihre jeweils gelaufenen Kilometer mit eigenen Fitnesstrackern (digitale Armbänder zur Datenerfassung) aufnehmen und sie vom Organisationsteam veröffentlichen lassen (dazu eine E-Mail mit den Ergebnissen an: Lauf@Hauschildshaus.de).

Besser vergleichbar werden die Ergebnisse, wenn man sich für eine der drei vorgeschlagenen Routen entscheidet, die online einsehbar sind und man sich zudem aufs Smartphone laden kann (Internetseite: runandrollforhelp.de). Neben der klassischen Runde durch die Innenstadt haben die bekannten Läufer »Wendi« Häusler und Mario Berger zwei Strecken durch den Schiffenberger Wald jeweils mit Start und Ziel am Philosophikum ausgearbeitet, eine fünf Kilometer lang, eine zehn. Die Route durch die Innenstadt muss man dreimal ablaufen, um fünf Kilometer zu erreichen, sechsmal für das Doppelte.

Grundsätzlich gibt es aber keine Mindestlänge. »Uns ist es ja ein großes Anliegen, auch ein inklusives Lauferlebnis für Menschen mit Behinderung zu schaffen«, betonte Gorschlüter bei der Vorstellung des Laufs am Donnerstag. Die Start- und Spendengelder gehen wieder zu einer Hälfte an die Lebenshilfe Gießen für Arbeitsplatzprojekte für Menschen mit Einschränkungen sowie psychischen Erkrankungen, zur anderen Hälfte an die hiesige Aidshilfe für Präventionsangebote für Jugendliche und junge Erwachsene.

Rund 250 Euro seien bis dato zusammengekommen. Die »Schwanenteich Parkour Runners« - eine Gruppe mit mehr als 30 Läuferinnen und Läufern - rühre beispielsweise »bereits kräftig die Werbetrommel«, sagt Heidmann, und sie betont. »Aber die laufen natürlich nicht alle in einem Pulk.

Vergangenes Jahr summierte sich die Startgebühr von 15 Euro samt zusätzlichen Spenden auf ca. 2000 Euro, 2019 waren es noch 21 000. So waren in der Vergangenheit beim klassischen Run’n’Roll for Help zudem zwischen 70 und 80 Firmenteams dabei, die aber nicht alle jedes Jahr mitgelaufen seien, sagt Gorschlüter. Wegen Corona seien es deutlich weniger, auch die Ferien würden die Teilnehmeranzahl immer etwas drücken. An der Spitze seien es mal 1800 gewesen.

Unter allen Starterinnen und Startern werden Ende September unter anderem je sechs Gutscheine im Wert von 50 Euro von Bauhaus und Intersport Begro verlost. An beiden Strecken gibt es außerdem einen Fotopunkt, wo man Bilder vor einem Banner des Benefizlaufs machen kann. Beim Alten Schloss auf dem Brandplatz und der Klingelbachbrücke, Ecke Rathenaustraße. Das Team freut sich auf Material, das es dann veröffentlichen kann.

»Ich bin ganz sicher, dass wir nächstes Jahr in alter Form laufen können«, stimmte Gorschlüter beim Treffen zuletzt noch optimistisch.

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