Weltbewusster Stadtrundgang

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Gießen(pm). Wie funktioniert ein bewusster, nachhaltiger, aber auch fairer Konsum? Mit dieser Debatte beschäftigte sich der "Weltbewusste Rundgang" in der Gießener Innenstadt. Los ging es dieser Tage vor dem Unverpackt-Laden. Das Thema Plastik bildete die erste Station der Reise. Die Teilnehmer sollten spielerisch erraten, wie viel Plastikmüll in spezifischen Bereichen wie Lebensmitteln, Kleidung, Hygieneartikeln, aber auch Autoherstellung verbraucht wird. Dass im Meer ungefähr 85 Tonnen Plastik schwimmen, war auch für die Teilnehmer besorgniserregend. Gemeinsam suchten sie nach Lösungen, wie sich Plastik vermeiden lässt und welche alltäglichen Alternativen bestehen. Die nächste Station führte zum Kugelbrunnen. Hier ging es um den virtuellen Wasserverbrauch. Dabei handelt es sich um Wasser, das bereits beim Herstellungsweg eines Konsumartikels verbraucht und verschmutzt wird.

Dieser Verbrauch ist für den Konsumenten nicht direkt sichtbar, daher die Bezeichnung virtuell. Es wurden unterschiedliche Produkte wie Tee, Tomaten, Baumwolle oder ein Computer behandelt - mit entsprechendem Ergebnis: Ein Computer verbraucht in der Herstellung ca. 20 000 Liter Wasser. Der faire Handel im Weltladen bildete die letzte Station. Die Teilnehmer bekamen ein Körbchen mit vielfältigen Produkten vorgestellt. Jeder suchte sich einen Artikel aus und befasste sich mit den Informationen auf der Rückseite zur Regionalität oder den Transportwegen. Beim fairen Handel geht es um Nachhaltigkeit, Menschenrechte, Umweltzerstörung, aber auch um ein Spektrum mit politischem Kontext.

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