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Gut 40 Millionen kosten die THM-Neubauten an Eichgärtenallee und Moltkestraße. FOTO: SCHEPP

Richtfest

Weitere Großbauten für die THM in Gießen

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In Moltkestraße und Eichgärtenallee investieren Land und Bund weitere 40 Millionen Euro für die TH Mittelhessen.

Gießen(mö). An der Technischen Hochschule Mittelhessen haben sich viele die Köpfe über einen neuen Slogan zerbrochen, auch der Präsident. "Ich hatte auch ein paar Ideen, kam damit aber nicht in den Gremien durch", erzählte am Montag Präsident Prof. Matthias Willems beim Richtfest für die nächsten großen Bauvorhaben. Geeinigt habe man sich schließlich auf das Motto "Talente, Technik, Zukunft".

Damit die Talente auch richtig gefördert werden können, sollen an der Moltkestraße und der Eichgärtenallee bis Mitte und Ende kommenden Jahres die Fachbereiche Maschinenbau, Energietechnik sowie Bauwesen neue Werkstätten, Labore, Büros und Seminarräume beziehen. Dafür investieren Land Hessen und der Bund weitere gut 40 Millionen Euro für den Neubau der Gebäude C11, C15 und C16, nachdem erst im November das 58 Millionen Euro teure Technologiezentrum an der Gutfleischstraße eingeweiht wurde.

Welchen Stellenwert die THM mittleweile genießt, wurde auch beim Richtfest deutlich. Die Staatssekretäre Martin Worms (Finanzen) sowie Ayse Asar (Wissenschaft), Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz, Landrätin Anita Schneider, Stadträtin Gerda Weigel-Greilich und die Landtagsabgeordnete Katrin Schleenbecker waren gekommen, um der Talentschmiede für den industriellen Mittelstand ihre Aufwartung zu machen.

Wissenschafts-Staatssekretärin Asar verwies auf einige Superlative der THM: Studierendenzahl in den letzten gut zehn Jahren mehr als verdoppelt, rund 800 Kooperationen mit Unternehmen, drei Stiftungsprofessuren, drittgrößte Hochschule für Angewandte Wissenschaft in Deutschland. "Die Mittelständler sind auf die THM angewiesen", sagte Asar mit Blick auf den Fachkräftemangel. Zwei Milliarden Euro jährlich würden Absolventen der THM für ihre Unternehmen erwirtschaften, ergänzte Präsident Willems und kündigte an: "Wir wollen noch besser werden."

Für OB Grabe-Bolz ist das innerstädtische Wachstum der THM keine Belastung, sondern "belebend". Hochschul- und Stadtentwicklung gingen entlang der Ost- und Südanlage "Hand in Hand". Hinzu komme, dass an der THM an den Zukunftsthemen Digitalisierung und Klimaschtz mit Praxisbezug geforscht werde. Für diese Forschung stehen bald auf 5700 Quadratmeter Grundfläche rund 50 000 Kubikmeter umbauter Raum zur Verfügung.

Angesichts dieses Wachstums wird der ein oder andere unter Parkdruck leidende Anwohner hoffen, dass es im kommenden Jahr auch mit dem ins Stocken geratenen Parkdecksausbau an der Ringallee weitergeht.

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