Ortsbeirat Kleinlinden

Weitere Diskussion um Freibadöffnung

  • VonDagmar Hinterlang
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Gießen-Kleinlinden (hin). Vor allem die Freibadöffnung war Thema bei der Sitzung des Ortsbeirats am Mittwochabend im Saal des Bürgerhauses. Fünf FDP-Anträge lagen zur Beratung vor. Gerd Zörb und Frank Mohr (Vereinsgemeinschaft) berichteten über die Situation der Ortsvereine in der Pandemie. Kunsthistorikerin Henriette Stuchtey (Untere Denkmalschutzbehörde) stellte die Pläne zur Sanierung des Kriegerdenkmals in der Frankfurter Straße vor.

Stadtverordentenvorsteher Joachim Grußdorf setzte die Runde seiner Vorstellung bei den Ortsbeiräten fort. Grußdorf, der selbst in Kleinlinden wohnt, beschrieb den Ortsbeirat als wichtiges Gremium der Selbstverwaltung. Stadträtin Astrid Eibelshäuser vertrat den Magistrat.

Drei Zeitkorridore vorgeschlagen

Das Freibad wird voraussichtlich Mitte Juni geöffnet, so Eibelshäuser. Ein Teil des FDP-Antrags war somit beantwortet. Die Diskussion entspann sich um die Forderung, das Freibad möge morgens um 10 Uhr öffnen. Ortsvorsteher Klaus Dieter Greilich beschrieb die Vorteile der Einrichtung von drei Eintritts-Korridoren von jeweils drei Stunden. Damit wäre den Pandemiebedingungen Rechnung getragen. Zugleich hätten mehr Besucher die Möglichkeit, das Schwimmbad zu nutzen, meinte Greilich. Schulkinder sollten einen kostenlosen Zugang für die gesamte Saison erhalten.

Ob und wie dies, auch im Rahmen des Jugendpflegeprogramms, ermöglicht werden kann, wurde ausführlich beraten. Der Antrag wurde mit Änderungen einstimmig angenommen.

Jeweils einstimmig votierten die Ortspolitiker für eine Geschwindigkeitsmesstafel in der Lützellindener Straße auf Höhe der Brüder-Grimm-Schule und für die Schaffung eines Roller- und Skateboardparcours. Dr. Ralf Sänger (Bündnis 90/Die Grünen) favorisierte eine Verbindung mit der existierenden Halfpipe am Sportgelände. Er riet, Kinder und Jugendliche in die Planung einzubeziehen.

Pläne für Kriegerdenkmal

Zur Sanierung der verwitterten Inschriften am Kriegerdenkmal gibt es inzwischen konkrete, mit dem Landesamt für Denkmalpflege abgestimmte Pläne, wie Stuchtey berichtete. Sie beinhalten die Aufbringung zweier Bronzetafeln über der Ruhebank. Der Ortsbeirat bat um eine schriftliche Vorlage, um die Namen der Gefallenen zu überprüfen. Die Ausführung der Tafeln kann zeitnah erfolgen, so Stuchtey. Erhebungen der Vereinsgemeinschaft haben ergeben, dass von einigen Vereinen Konzepte zur Überwindung der coronabedingten Einschränkungen entwickelt wurden. Andere fürchten um ihren Fortbestand.

Probleme in Corona-Zeiten

Verschiedene Probleme bei einzelnen Vereinen gibt es durch mangelnde Digitalisierung bei gleichzeitiger Angst vor der Begegnung mit anderen Menschen. Als positiv sei zu bewerten, dass es kaum Austritte gegeben habe, meinte Christiane Janetzky-Klein (Bündnis 90/Die Grünen). Sie riet zur Nutzung von Social Media und zur Schaffung einer Plattform, auf der alle Vereine vertreten sind.

Sorge bereitet den Vereinen, bei der Vergabe von Räumen im Bürgerhaus nicht ausreichend berücksichtigt zu werden. Stadträtin Eibelshäuser riet zu einem klärenden Gespräch mit der Stadthallen GmbH.

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